Der kraftlose Auftritt der Finnen am Vortag gegen Prag scheint den Fokus der souveränen Fribourger nicht zusätzlich geschärft zu haben. Aber Zunder kommt spätestens nach dem zweiten Ausgleich von Gottéron ins Spiel. Denn Helsinki zeigt in seinem zweiten Match ein anderes Gesicht.
Die Drachen, die sich mit einem Erfolg den Gruppensieg sichern würden, werden kalt erwischt. Oder besser gesagt ihr Goalie Galley. Denn Larsens Knaller nach nur 61 Sekunden passt haargenau ins Toreck. Es ist der erste Schuss überhaupt auf Gottérons Kasten. Das zweite Tore der Finnen fällt im Powerplay aus einem Gewühl vor Galley. Somppi wird als Torschütze gefeiert, doch Langnaus Leihgabe Fahrni könnte die Scheibe noch entscheidend berührt haben. Für die Ausgleiche sind jene beiden Spieler gesorgt, die schon beim 5:2-Sieg über Sparta Prag für die Glanzlichter gesorgt haben: Der geniale Schwede Sörensen und der freche Youngster Biasca.
Danach gehts zur Sache. Immer wieder kommt es zu Scharmützeln. Die Emotionen-Entladung eskaliert kurz zur Spielmitte: Rathgeb kassiert von Somppi einen Crosscheck gegen den Kopf und trägt eine Schnittwunde (wohl vom Plexi) davon. Der Fribourg-Verteidiger rappelt sich nach dem Fall flink wieder auf und findet im Getümmel zielsicher den gegnerischen Verursacher und vermöbelt ihn kurzerhand (ohne Handschuhe). Für beide Akteure ist das Spiel vorzeitig zu Ende.
Nur drei Minuten später geht der Titelverteidiger erstmals in Führung. Den Gruppensieg und damit den direkten Einzug ins Halbfinale sichert Friman mit seinem Treffer gegen seine Landsleute, obwohl es nach einem Tunnel-Tor von Palmu in der Schlussphase nochmals knackig wird.
Fribourg – IFK Helsinki 4:3
Fans: 6267 (ausverkauft)
Tore: 2. Larsen (Ragnarsson) 0:1. 7. Sörensen (Seiler) 1:1. 10. Somppi (Fahrni/PP) 1:2. 22. Biasca (Borgström) 2:2. 33. Friman (Biasca) 3:2. 44. De la Rose (Kapla, Ljunggren/PP) 4:2. 57. Palmu (Melart) 4:3.


