Rückendeckung von Sportchef Leuenberger
Lions halten trotz erneuter Krise an Trainer Bayer fest

Meister ZSC Lions kommt nicht vom Fleck. Und nach der Heimpleite gegen die SCL Tigers (2:3 n.V.) stellt sich einmal mehr die Trainerfrage.
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Marco Bayer hat vorerst nichts zu befürchten.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Im Oktober zog der ZSC eine Serie von acht Pleiten in Folge ein, ehe er den Schalter umlegen und fünfmal in Folge gewinnen konnte. Doch inzwischen sind die Zürcher von der zweiten Krise erfasst worden.

Von den letzten sechs Meisterschaftsspielen konnten sie gerade mal eines zu ihren Gunsten entscheiden und ohne Punktverlust blieben die Lions nie. Und das mitunter gegen Gegner wie Ajoie, Ambri, Bern und die SCL Tigers, die derzeit nicht zur Crème de la Crème in der Liga gehören. Der für die Verhältnisse des ZSC unterirdische Tabellenrang 8 wird so allmählich zementiert.

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Es wird mehr Konsequenz erwartet

Da stellt sich bei den Ansprüchen der Zürcher – wie schon im Oktober – die Trainerfrage. Daher die Frage an Sportchef Sven Leuenberger (56): Steht Meistercoach Marco Bayer (53) beim nächsten Spiel am Freitag auswärts gegen den souveränen Leader Davos noch an der Bande? «Ja», sagt Leuenberger klipp und klar. An Bayer wird trotz des neuerlichen Tiefs vorerst nicht gerüttelt.

Was der Trainer in dieser Lage machen müsse, um etwas zu verbessern, sei konsequent zu sein, findet Leuenberger. Das versuche Bayer derzeit auch, «aber wir sind noch nicht konsequent genug.» Dies habe nichts mit Herumschreien zu tun, «aber wenn gewisse Spieler dann weniger Eiszeit bekommen, merken sie, dass etwas nicht mehr gut ist.»

Bayer lädt wieder zu Einzelgesprächen

Und Bayer selbst? Fürchtet er um seinen Job? «Es geht hier nicht um mich, es geht um die Mannschaft, die Spieler und den Klub. Ich bin nur der Headcoach und versuche mein Wissen, meine Erfahrung und meine Art einzubringen», sagt er. Das Team wieder in die Spur zu bringen, ist sein grosser Antrieb.

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Bayer ist froh, dass das nächste Spiel erst am Freitag stattfindet. Dies gebe nächste Woche die Möglichkeit, im Training taktisch detaillierter zu arbeiten. Zudem will Bayer – wie schon bei der ersten Krise – mit den Spielern Einzelgespräche führen. Damals hat dies die Besserung herbeigeführt. Bayer: «Eishockeyspielen können sie alle, aber es ist eine Verunsicherung da und dies ist eine mentale Geschichte. Wir spielen derzeit nicht wie früher, um zu gewinnen, sondern, um nicht zu verlieren.»

Weihnachtsessen am Sonntagabend

Vielleicht hilft ja auch ein lustiger Abend, um die Verkrampfung zu lösen. Der Zufall will es so, dass an diesem Sonntag das Weihnachtsessen der ZSC Lions stattfindet. Ein gemeinsames Essen und einige Gläschen zur rechten Zeit haben schon bei einigen Teams Wunder bewirkt. «Wir werden diesen Moment in einem anderen Rahmen geniessen und am Montag geht es dann weiter», sagt Bayer.

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