Darum gehts
- Stéphane Patry sichert Sierre mit Sieg gegen Olten den Finaleinzug
- Trainer Chris McSorley feierte seinen 64. Geburtstag mit einem Erfolg
- Visp führt 3:2, Walliser Derby-Final gegen Sierre möglich
«Ob wir dem Trainer ein Geschenk gemacht haben? Den Sieg.» Stéphane Patry, der Held des Nachmittags, lacht. Wenige Minuten bevor er vor die Medien trat, hatte der Stürmer des HC Sierre seinem Team in einer packenden Verlängerung gegen Olten den Erfolg beschert. Mit seinem Tor sicherten sich die Walliser am Sonntag im fünften Akt gegen Olten nicht nur den 2:1-Sieg im Spiel und den 4:1-Erfolg in der Serie, sondern auch den Einzug in den Final.
Und als Sahnehäubchen ein schönes Geburtstagsgeschenk für Trainer Chris McSorley. Die in der Schweiz heimisch gewordene kanadische Trainerlegende feierte an diesem Sonntag den 64. Geburtstag. Dieser endete für ihn deutlich besser als vor sieben Jahren. Damals stand McSorley hinter der Bande von Servette und 54 Minuten nach seinem 58. Geburtstag schickte ihn Bern im längsten Spiel der Schweizer Eishockeygeschichte in die Ferien. 117 Minuten und 43 Sekunden dauerte dieses, ehe Mark Arcobello mit seinem Tor zu McSorleys persönlichem Partycrasher wurde.
Das perfekte Drehbuch
Im Jahr 2026 fiel die Münze für das Team von Chris McSorley, der mittlerweile Mitbesitzer, Verwaltungsrat und Trainer bei Sierre ist, dank Patry auf die richtige Seite. Im Gesicht der Tausendsassa war ein Lachen zu sehen, als sein Name von den Fans skandiert wurde und er vor ihnen die Arme in die Höhe streckte. «Die Mannschaft war heute etwas nervös, aber am Ende bin ich stolz auf sie», betonte er. «Wir haben die reguläre Saison gewonnen und stehen nun im Final. Es ist eine bemerkenswerte Saison.»
Und natürlich macht McSorley – wie man ihn kennt — auch noch einige lockere Sprüche, als er auf seinen Geburtstag angesprochen wird. «Ich bin froh, dass dieses Spiel am Nachmittag stattgefunden hat, denn am Abend sollte ich meinen Kuchen bekommen. Mit diesem Sieg wird er besser schmecken. Ich hätte kein besseres Drehbuch für das Ende dieser Serie schreiben können», sagt er.
Walliser Final rückt näher
Das einzige Problem war, dass sich das Spiel in die Länge zog und Chris McSorley um 19.20 Uhr immer noch auf dem Eis war. Wenn man den Geburtstagsabend gerne in einem Restaurant verbracht hätte, bedurfte dies einer zeitlichen Anpassung. «Ich habe meine Reservierung eindeutig verloren», befand er mit einem breiten Grinsen.
Nun kann McSorley in Ruhe verfolgen, ob Visp oder La Chaux-de-Fonds seinem Team in den Final folgt. Visp führt in der anderen Halbfinal-Serie mit 3:2 – und natürlich träumt das ganze Wallis von einem Derby-Final.