Stephan, ich bin mir sicher, dass du vor der letzten Szene von «Usual Suspects» den Plot-Twist des Drehbuchs nicht erwartet hast. Wer Keyser Söze wirklich war. Wenn du den Film noch nicht gesehen hast, empfehle ich ihn dir am Dienstag im Zug nach Fribourg. Warum erzähle ich dir von einem alten (aber mythischen) Film? Wegen des Drehbuchs. Schon in den ersten Szenen war das Ende verborgen.
Am Donnerstag wird Julien Sprunger auf dem Gipfel enden. Am Dienstag wird er die BCF-Arena triumphierend verlassen, um einen letzten Kampf auswärts zu führen. Aber nicht irgendwo. In Davos, wo er vor über 20 Jahren debütierte. Im Bus wird er an den Junior denken, der in der Eishalle, die damals noch einen aussprechbaren Namen hatte, einen Gitterhelm trug.
Ich sehe diese Rückblendenszene bereits in einer Netflix-würdigen Doku vor mir. Dann wird Sprunger den Pokal dort in die Höhe stemmen, wo alles begann und wo er seinen ersten Titel in seiner Karriere gewann.
Zugegeben, das ist fast zu perfekt. Aber für mich gab es keinen Zweifel an diesem Szenario. Es wäre zu einfach gewesen, die Sache am Dienstag zu Hause zu beenden, oder? Ein erster Titel muss verdient werden. Er wird nicht durch ein Forfait gewonnen, wie 1929 beim HCD. Wenn ich bei Netflix arbeiten würde, hätte ich mich bereits bei Gottéron gemeldet, um diese Geschichte zu erzählen, die 20 Jahre dauerte, bis sie zum perfekten Ende kam.
Stephan, ich bin mir sicher, dass du vor der letzten Szene von «Usual Suspects» den Plot-Twist des Drehbuchs nicht erwartet hast. Wer Keyser Söze wirklich war. Wenn du den Film noch nicht gesehen hast, empfehle ich ihn dir am Dienstag im Zug nach Fribourg. Warum erzähle ich dir von einem alten (aber mythischen) Film? Wegen des Drehbuchs. Schon in den ersten Szenen war das Ende verborgen.
Am Donnerstag wird Julien Sprunger auf dem Gipfel enden. Am Dienstag wird er die BCF-Arena triumphierend verlassen, um einen letzten Kampf auswärts zu führen. Aber nicht irgendwo. In Davos, wo er vor über 20 Jahren debütierte. Im Bus wird er an den Junior denken, der in der Eishalle, die damals noch einen aussprechbaren Namen hatte, einen Gitterhelm trug.
Ich sehe diese Rückblendenszene bereits in einer Netflix-würdigen Doku vor mir. Dann wird Sprunger den Pokal dort in die Höhe stemmen, wo alles begann und wo er seinen ersten Titel in seiner Karriere gewann.
Zugegeben, das ist fast zu perfekt. Aber für mich gab es keinen Zweifel an diesem Szenario. Es wäre zu einfach gewesen, die Sache am Dienstag zu Hause zu beenden, oder? Ein erster Titel muss verdient werden. Er wird nicht durch ein Forfait gewonnen, wie 1929 beim HCD. Wenn ich bei Netflix arbeiten würde, hätte ich mich bereits bei Gottéron gemeldet, um diese Geschichte zu erzählen, die 20 Jahre dauerte, bis sie zum perfekten Ende kam.
Hut ab, da hast du ein gutes Näschen gehabt, als du vor zwei Tagen Dorthe hervorgehoben hast. Nach dessen 3:0 hast du gestrahlt wie ein Maikäfer und warst dir sicher, dass Fribourg Spiel 5 gewinnen würde.
Doch du hast die Rechnung ohne den HCD und vor allem ohne Gottéron gemacht. Dabei hatte ich dir schon nach dem ersten Spiel, gesagt, dass Fribourg labil wie ein Kartenhaus ist. Es war ja nicht das erste Mal, dass die Drachen in diesen Playoffs einen Kollaps erlitten.
Fribourg ist verhext. Trotz über weite Strecken guten Leistungen sieht es so aus, dass auch im fünften Final nichts wird mit dem ersten Meistertitel und der HCD dafür Titel Nummer 32 einfahren wird. Wie im Drehbuch.
Statt dich um den Final von 1929 zu kümmern, solltest du dich mit der Frage beschäftigen, warum ein Final-Fluch über Fribourg liegt. Ich war bei den ersten drei Finals nicht live dabei. Ich denke also nicht, dass ich es war, der Gottéron verhext hat. Auch wenn ich sagen muss, dass ich nichts unversucht liess. Meine Drachen-Kette blieb wieder zu Hause. Und im Stadion verfolgte ich das Spiel nach dem 0:3 nicht mehr von meinem Stehplatz auf der Medientribüne aus, sondern setzte mich in den Presseraum. Dort sah ich die Wende. Ich kehrte dann noch einmal kurz zu dir zurück – und Wallmark schoss das 4:4. Tambellinis Overtime-Tor nahm ich wieder vor dem TV-Gerät zur Kenntnis …
Hut ab, da hast du ein gutes Näschen gehabt, als du vor zwei Tagen Dorthe hervorgehoben hast. Nach dessen 3:0 hast du gestrahlt wie ein Maikäfer und warst dir sicher, dass Fribourg Spiel 5 gewinnen würde.
Doch du hast die Rechnung ohne den HCD und vor allem ohne Gottéron gemacht. Dabei hatte ich dir schon nach dem ersten Spiel, gesagt, dass Fribourg labil wie ein Kartenhaus ist. Es war ja nicht das erste Mal, dass die Drachen in diesen Playoffs einen Kollaps erlitten.
Fribourg ist verhext. Trotz über weite Strecken guten Leistungen sieht es so aus, dass auch im fünften Final nichts wird mit dem ersten Meistertitel und der HCD dafür Titel Nummer 32 einfahren wird. Wie im Drehbuch.
Statt dich um den Final von 1929 zu kümmern, solltest du dich mit der Frage beschäftigen, warum ein Final-Fluch über Fribourg liegt. Ich war bei den ersten drei Finals nicht live dabei. Ich denke also nicht, dass ich es war, der Gottéron verhext hat. Auch wenn ich sagen muss, dass ich nichts unversucht liess. Meine Drachen-Kette blieb wieder zu Hause. Und im Stadion verfolgte ich das Spiel nach dem 0:3 nicht mehr von meinem Stehplatz auf der Medientribüne aus, sondern setzte mich in den Presseraum. Dort sah ich die Wende. Ich kehrte dann noch einmal kurz zu dir zurück – und Wallmark schoss das 4:4. Tambellinis Overtime-Tor nahm ich wieder vor dem TV-Gerät zur Kenntnis …
The Usual Suspects Lineup HQ WS

