Rappi-Juwel Lehmann wechselt zu Herzensklub
«Ich schlief in SCB-Bettwäsche»

Bei den Lakers finden sie seinen Abgang einen «Seich». Trotzdem wird Marco Lehmann nächste Saison für seine Jugendliebe stürmen.
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Marco Lehmann schiesst seine Tore künftig für den SC Bern.
Foto: freshfocus
Angelo Rocchinotti

Sieben Stunden vor Mitternacht liess der SCB an Silvester die Korken knallen. Und gab die Verpflichtung von Marco Lehmann bekannt. «Einer der talentiertesten jungen Spieler», sagt Sportchef Andrew Ebbett. Doch wer ist der 22-Jährige?

Aufgewachsen ist Lehmann in Bauma ZH. Über die väterliche Seite führen seine Wurzeln ins Emmental. Als Kind ist der Stürmer glühender SCB-Anhänger: «Ich schlief in SCB-Bettwäsche, war Fan von Ivo Rüthemann und André Rötheli. In meinem Zimmer hingen Poster. Ich besuchte Spiele und besass ein Trikot von Martin Plüss.»

«Kein Entscheid gegen Rappi»

Heute ist Plüss Lehmanns Berater. Der Wechsel nach Bern schien vorgezeichnet. «Es war kein Entscheid gegen Rappi», hält der Stürmer fest. «Berns Konzept verbunden mit dem Umbruch entspricht mir.» Dass Lehmann die Lakers verlasse, sei «ein Seich», sagt Melvin Nyffeler. «Er ist Dominik Egli 2.0», so der Goalie. «Extrem professionell. Marco würde alles dem Hockey unterordnen.»

Der HCD-Verteidiger Egli und Lehmann haben einen ähnlichen Werdegang, stiegen beide 2018 mit Kloten ab. Lehmann bestritt zwar den grössten Teil der Saison bei Winterthur und wollte danach mit seiner Familie nach Mexiko in die Ferien verreisen. Doch: «Ich musste alles absagen, weil ich von Kloten ins erweiterte Kader berufen wurde. Eine riesen Sache, bis ich mein Geld zurückbekam. Doch die Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.»

Tomlinson vermisst Lehmann

Nach einem weiteren Jahr bei Kloten wechselt er zu den Lakers. «Ich war überrascht, wie schlau und reif Marco bereits war. Oft muss man temporeichen Jungen das Hockey erst beibringen. Wenn ich aber Marco etwas erklären wollte, schaute er mich fragend an. Nach dem Motto: Das weiss ich doch alles schon», erzählt Ex-Lakers-Coach Jeff Tomlinson. «Ich vermisse ihn. Wenn es einem Mitspieler nicht lief, konnte ich ihm Lehmann zur Seite stellen. Und schon funktionierte es», so der Kloten-Trainer.

Lehmann, der die Berufsmatur absolvierte, studieren möchte und gerne kocht, wird als ruhig beschrieben, könne aber auch mal einen Spruch machen. «Ein lieber Kerl und im guten Sinne ein Schlitzohr», sagt Nyffeler. Und Egli: «Er stieg zu einem dominanten Spieler auf. Ich bin sicher, dass er in einem grösseren Klub den nächsten Schritt machen wird.»


National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
40
47
84
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
40
34
74
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
40
7
70
4
Lausanne HC
Lausanne HC
40
22
68
5
HC Lugano
HC Lugano
38
26
66
6
ZSC Lions
ZSC Lions
39
21
66
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
39
-8
62
8
EV Zug
EV Zug
38
-9
58
9
SCL Tigers
SCL Tigers
39
4
54
10
SC Bern
SC Bern
39
-11
51
11
EHC Biel
EHC Biel
39
-16
49
12
EHC Kloten
EHC Kloten
39
-20
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
39
-36
45
14
HC Ajoie
HC Ajoie
39
-61
29
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