Scheidender Ambri-Sportchef Duca spricht von Verrat
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«Wie ein Messer in den Rücken»:Scheidender Ambri-Sportchef Duca spricht von Verrat

Nordkorea in der Leventina
Che Guevara auf halbmast

Silenzio Stampa? Wer die Zensur bemühen muss, verkennt die Realität. Will man die Medien zum Schweigen bringen, sollte man den Mund erst recht voll nehmen.
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Ambri-Vertreter: müssen gerade schweigen. Wer zum Interview darf, entscheidet der Klub.
Foto: Marusca Rezzonico/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ambri verhängt Redeverbot nach spektakulärer Pressekonferenz und historischer Saalschlacht
  • Klub der Freiheitskämpfer sperrt nationale Presse aus
  • Nur ausgewählte Vertreter dürfen bei Mysports sprechen, keine Fragen zum Lombardi-Desaster
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Nach der spektakulärsten Pressekonferenz seit Giovanni Trappatonis Wutausbruch reibt man sich verwundert die Augen: Erst liefert Ambri eine historische Saalschlacht (die waren fast reif für einen Boxkampf) – und dann ist plötzlich Redeverbot? Wie jetzt?

Zur Erklärung: Bei Ambri dürfen vorderhand nur noch ausgesuchte Klubvertreter vors Mikro, und auch die nur beim offiziellen TV-Partner Mysports. Und selbst dann gilt: keine Fragen zum Lombardi-Desaster.

Der Klub der Freiheitskämpfer und Revoluzzer

Aber was soll man denn einen Ambri-Vertreter gerade sonst fragen? Wie er den Weltpreis für Steckrüben einschätzt? Oder was er von der nächsten Steuererhöhung hält?

Der Klub, der sich mit Freiheitskämpfern und Revoluzzern schmückt, will die nationale Presse in Schach halten, indem man sie aussperrt. Dabei wäre eine andere Strategie vielversprechender: ein Überangebot an Interviews produzieren. Jeder redet jederzeit über alles, und jeder sagt, was ihm gerade in den Sinn kommt. Wie lange würde die Presse das aushalten?

Che und Geronimo auf halbmast

Die Journalisten hören ja nicht auf zu arbeiten, bloss weil die in Ambri gerade keine Auskunft geben. Die Nordkorea–Strategie mit Maulkorb und Zensur? Schafft nur Raum für Spekulationen.

Aber was würden die Reporter tun, wenn sie ein paar Tage lang stets 15 bis 20 Interviews verarbeiten und einordnen müssten? Dann gäbe es bald ein Presse-Embargo, verhängt von der Presse selbst. Die müssten so viele Schlagzeilen rausballern, dass keiner mehr wüsste, was oben und was unten ist. Die Chefredaktoren – falls nicht schon in Zwangsjacken abtransportiert – würden schnurstracks sämtliche Reporter auf den Redaktionen festsetzen und die nördliche Leventina zum Presse-Sperrgebiet erklären.

Ziel erreicht – und das mit Esprit. Wäre wohl eher im Sinn von Geronimo und Che Guevara, die wehen nämlich gerade auf halbmast.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
49
63
108
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
49
45
94
3
ZSC Lions
ZSC Lions
49
28
85
4
HC Lugano
HC Lugano
49
31
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
49
2
82
6
Lausanne HC
Lausanne HC
49
22
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
49
-11
73
8
EV Zug
EV Zug
49
-14
73
9
SC Bern
SC Bern
49
-7
66
10
EHC Biel
EHC Biel
49
-21
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
49
0
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
49
-18
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
49
-49
54
14
HC Ajoie
HC Ajoie
49
-71
39
Playoffs
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