Schlagabtausch im Tessin
Lugano frisst zwei Shorthander-Gegentore – und siegt trotzdem

Lugano schwächt sich zum Saisonauftakt mit nachlässigem Abwehrverhalten im Powerplay zweimal selbst. Am Ende holen die Tessiner dennoch drei Punkte.
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Lugano schlägt Servette trotz zwei Gegentoren während einer Überzahl.
Foto: keystone-sda.ch
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Ganz so schnell wie in Biel, wo nach 33 Sekunden das erste Tor der neuen National-League-Saison fällt, geht es in der Cornèr Arena nicht. Doch auch in Lugano müssen sich die Fans nicht lange gedulden – obwohl die meisten wohl gerne länger gewartet hätten.

Es sind nämlich die Gäste aus Genf, die in der vierten Minute im Powerplay nach einem hohen Stock von Mirco Müller das Skore eröffnen. Der drittbeste Punktesammler der letztjährigen Quali, Jesse Puljujärvi, hat im Sommer nicht verlernt, wo das Tor steht.

Nur gut 90 Sekunden später dürfen dann aber auch die Luganesi ein erstes Mal jubeln. Alessio Bertaggia schliesst einen Konter gegen seinen Ex-Klub (2022 bis 2025) erfolgreich ab.

Zwei Shorthander reichen Servette nicht

In einer Partie ohne die ganz grossen Chancen erwischt nach der ersten Pause diesmal das Heimteam den besseren Start. Nati-Stürmer Calvin Thürkauf erwischt Stéphane Charlin nach einem Servette-Scheibenverlust im eigenen Drittel mit einem präzisen Handgelenkschuss über der Fanghand. Dass auch diese Führung keinen Bestand hat, liegt daran, dass die Genfer das aktivere Team sind, doch das 2:2 geht aus Sicht von Lugano dennoch in die Kategorie «völlig unnötig». Die Tessiner lassen sich von Matthew Verboon in Überzahl erwischen.

Aus diesen Fehlern lernen die Teams aber nicht. Noch vor Ende des Mitteldrittels trifft Lugano zum 3:2 – natürlich nach einem Puckverlust der Genfer hinter dem eigenen Tor. Und das 3:3? Das ist doch tatsächlich wieder ein Shorthander.

Die beiden Überzahl-Gegentore rächen sich am Ende nicht für die Tessiner, die im Schlussabschnitt auf den Sieg drücken. Auf das Buebetrickli von Olle Lycksell hat Genf keine Antwort mehr – auch nicht im Boxplay.

Fans: 5434
Tore: 4. Puljujärvi (Saarijärvi, Vesey/PP) 0:1. 5. Bertaggia (Zanetti) 1:1. 22. Thürkauf 2:1. 28. Verboon (Vesey/SH) 2:2. 32. Canonica (Fazzini, Sanford) 3:2. 38. Manninen (Puljujärvi/SH) 3:3. 50. Lycksell 4:3. 59. Kupari (Dahlström) 5:3 (ins leere Tor). 60. Thürkauf (Innala) 6:3 (ins leere Tor).

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
8
1
13
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
Lausanne HC
Lausanne HC
7
-6
8
11
SC Bern
SC Bern
5
0
7
12
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
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