National-League-Inside
HCD sondiert den Markt – Tigers stehen vor Herausforderung

Bei Davos steigen die Sorgenfalten. In Langnau haben sie zu viele Ausländer, aber zu wenig Punkte. Beim ZSC stellt Tim Berni seine prominenten Verteidiger-Kollegen in den Schatten. Und spielt Dario Bürgler trotz Rücktritt noch immer? Hier kommt das neue Liga-Inside.
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Kritischer Blick: Andre Petersson war bei den SCL Tigers zuletzt überzählig.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • HCD sucht Ersatz für verletzten Simon Ryfors
  • Tigers stehen wegen zu vielen Ausländern vor Herausforderung
  • ZSC-Verteidiger stellt seine Kollegen in den Schatten

HCD sondiert Ausländermarkt

Nach der Hiobsbotschaft des Saisonendes von Simon Ryfors sagt HCD-Sportchef Jan Alston: «Es tut mir leid für Simon, er ist so stark in die Saison gestartet. Verletzungen gehören leider zu unserem Sport.» Trotz des Verletzungspechs – auch Verteidiger Nico Gross ist mit einer Knieverletzung ausgefallen – schaut Alston vorwärts, «fürs Team». Dass er für den verletzten schwedischen Topskorer einen Ersatz braucht, ist klar. Der Sportchef sagt aber, dass es noch offen sei, ob es ein Stürmer oder Verteidiger sein wird. Das entscheidet er nach den beiden Spielen des Wochenendes gegen Rappi und Lausanne. «Je nachdem, wie das Team mit den veränderten Linien spielt.» Gegen die Lakers kommt Gross-Ersatz Martin Gernat (33, Slk) erstmals zum Einsatz. Gross hatte sich bei einem unglücklichen Zweikampf mit EVZ-Stürmer Vinzenz Rohrer verletzt, Ryfors zog sich bei einem Check von Fribourgs Marcus Sörensen einen Kreuzbandriss sowie eine Meniskusverletzung zu. 

HCD-Topskorer Ryfors muss verletzt in die Kabine
1:13
Nach diesem Check von Sörensen:HCD-Topskorer Ryfors muss verletzt in die Kabine

SCL Tigers mit Ausländer-Herausforderung

Die SCL Tigers haben sich den Saisonstart anders vorgestellt, nach vier Runden finden sie sich auf Rang 14 wieder. «Wir sind ruhig und fokussiert, aber nicht zufrieden», sagt Sportchef Pascal Müller. Eine Herausforderung scheint es zu sein, aus den sieben Ausländern jene sechs zu bestimmen, die spielen dürfen. In den ersten beiden Spielen erwischte es Verteidiger Santtu Kinnunen, der anschliessend bei der ersten Berücksichtigung der beste Mann auf dem Eis war. Danach blieb André Petersson zweimal draussen, immerhin der Topskorer der letzten Saison. «Wir dürfen jetzt auf keinen Fall auf die Idee kommen, es negativ zu sehen, dass wir über sieben Ausländer verfügen – es ist ein riesiges Plus für uns. Erst recht, wenn ich daran denke, dass viele in der Liga aktuell Ausländer suchen», stellt Müller klar.

Santtu Kinnunen hat sich von seiner besten Seite gezeigt.
Foto: Freshfocus

Starting-Six als Klotener Belastungsprobe

Der 17-jährige Laurin Rupli ist einer der Kloten-Youngster, die in dieser Saison wegen den zahlreichen Verletzten bereits zum National-League-Debüt gekommen sind. Trainer Michael Liniger liess den Verteidiger bei der Premiere am letzten Samstag gegen Ajoie vor dem Spiel die Starting-Six verlesen. Als Liniger dann nach dem geglückten ersten Spiel von Rupli wissen wollte, wie er dieses empfunden habe, entgegnete ihm dieser, dass er bei den Starting-Six schon mega nervös gewesen sei, aber danach im Spiel sei dann alles okay gewesen.

Marathon-Man Berni

Rückkehrer Tim Berni stellt bei den ZSC Lions mit einer geschulterten Gesamteiszeit von 75 Minuten und 28 Sekunden in den ersten vier Spielen alle in den Schatten, selbst seine prominenten Verteidiger-Kollegen Dean Kukan, Yannick Weber, Mikko Lehtonen oder Christian Marti. Von ungefähr kommt das nicht: Berni ist in der bislang noch jungen Saison der beste ZSC-Verteidiger – beeindruckend solid, und daneben auch schon mit einem Tor und einem Assist.

Torschütze für Ambri? «Dario Bürgler»

Als Roby Järventie am Dienstag in Biel nach einem Bully den 4:3-Siegestreffer für Ambri erzielte, wurde der Name des Torschützen als «Dario Bürgler» ausgerufen. Der Grund für das Missgeschick? Der neue Finne trug zu diesem Zeitpunkt das Trikot mit der Nummer 87, weil seine Nummer 34 blutverschmiert war, wie contropiede.ch schreibt. Die 87 trug freilich Bürgler (38) in den letzten fünf Jahren bei Ambri, ehe der Innerschweizer Goalgetter seine Schlittschuhe an den Nagel hängte. Ob der angeschlagene Järventie am Freitag gegen die ZSC Lions spielen kann, ist noch fraglich. Im Training vom Donnerstag fehlte er gemäss RSI. Ambri spielt am Freitag gegen die ZSC Lions und reist am Samstag zum ersten Tessiner Derby der Saison nach Lugano.

Skinner-Ersatz Rajala vernascht Ambri-Defensive
2:50
Biel – Ambri-Piotta 3:4:Skinner-Ersatz Rajala vernascht Ambri-Defensive

Papa Huet verpasste Debüt seines Sohnes

Am vergangenen Samstag kam Lausanne-Rückkehrer Ewan Huet (21) gegen Ambri (4:1) zu seinem Start-Debüt. Er parierte dabei 22 Schüsse und sicherte dem Team den ersten Saisonsieg. Sein Vater Cristobal (51) verpasste den Auftritt aber. Der Stanley-Cup-Sieger von 2010 (mit Chicago), Schweizermeister von 1999 (mit Lugano) und Goalie-Trainer des LHC fehlte aus persönlichen Gründen. «Er hat in den Pausen einem Staff-Mitglied Feedbacks durchgegeben, um Anpassungen vorzunehmen», sagte der ehemalige Schweizer Junioren-Internationale, den man aus einem Vertrag bei Kloten kaufte, um Connor Hughes beim SCB gegen Verteidiger Romain Loeffel eintauschen zu können.

Ewan Huet hat seine Feuertaufe auch ohne seinen Vater überstanden.
Foto: Freshfocus

Mutprobe für den SC Bern

Vergangene Saison hatte der SCB die beiden ersten Duelle gegen Ajoie verloren. Erst unterlag man unter Jussi Tapola im Jura (0:4) und dann wurde man unter Heinz Ehlers vor eigenem Anhang (4:5) geschlagen. Nun spielen die Berner am Freitag erstmals unter Serge Aubin gegen Ajoie. Daheim, wo jeder einen Sieg erwartet, obwohl das Dauer-Schlusslicht der vergangenen Jahre in drei von vier Spielen gepunktet hat. So wird das Spiel zur Mutprobe für den SCB, der sich beim ersten Heimspiel gegen den HCD (5:2) erfrischend schwungvoll und furchtlos gezeigt hatte, nachdem es letzte Saison daheim unzählige verkrampfte, ängstliche Auftritte gegeben hatte. Der SCB kann am Wochenende wieder auf Sonny Milano zählen, der zuletzt zweimal krankheitsbedingt fehlte.

Die ersten zwei Schüsse sitzen: Nättinen schockt SCB
3:01
SC Bern – HC Ajoie 4:5:Die ersten zwei Schüsse sitzen: So schockt Underdog den SCB

Reber ist bereit für Comeback

Bei Meister Gottéron steht der talentierte Stürmer Jamiro Reber (20) vor dem NL-Saisondebüt. «Ich fühle mich gut und freue mich, wieder auf dem Eis zu stehen», erklärte er gegenüber den «Fribourger Nachrichten». Zwar spüre er die Verletzung immer noch ein wenig, «aber das wird mit der Zeit auch noch besser».

Akeson zu Sorgenkind verliehen

Die letzte Saison verpasste der Kanada-Schweizer Jason Akeson zu einem Grossteil, weil er bis im Januar auf den Schweizer Pass warten musste, nun wird der Servette-Stürmer in die Swiss League verliehen. Akeson soll für mindestens zehn Spiele den schlecht in die Saison gestarteten HC La Chaux-de-Fonds verstärken. Zuletzt kassierten die ambitionierten Neuenburger eine 2:5-Heimpleite gegen Underdog Arosa und liegen in der Tabelle lediglich auf Rang 9.

Lugano hat schon drei Shorthander kassiert

Fünf Tore wurden bisher in Unterzahl erzielt. Davon gingen drei zulasten von Lugano. Nachdem die Tessiner schon beim Startspiel gegen Servette zwei Shorthander kassiert hatten, klingelte es auch am Dienstag gegen Zug, als der neue Schwede Olle Lycksell den Puck an der offensiven blauen Linie verlor und Sven Senteler den Konter verwertete. In beiden Partien gewann die Mannschaft von Tomas Mitell aber dennoch. Je einen Shorthander kassierten Bern und Servette bisher.

Aebischer staubt in der Overtime nach Pfostenknaller ab
4:25
Lugano – Zug 3:2 n.V.Aebischer staubt in der Overtime nach Pfostenknaller ab
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
4
8
12
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
4
2
8
3
EV Zug
EV Zug
3
8
7
4
EHC Biel
EHC Biel
4
6
7
5
SC Bern
SC Bern
3
4
6
6
Lausanne HC
Lausanne HC
4
-2
6
7
EHC Kloten
EHC Kloten
5
-6
6
8
HC Lugano
HC Lugano
3
1
5
9
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
4
0
5
10
HC Ajoie
HC Ajoie
4
-1
5
11
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
4
-5
4
12
HC Davos
HC Davos
4
-5
4
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
4
-5
4
14
SCL Tigers
SCL Tigers
4
-5
2
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