Gewinner und Verlierer
Ein Klub schiesst alle ab – Kloten-Krise hält an

Die ZSC Lions arbeiten weiter an ihrer Siegesserie – trotz Verlustpunkt. Und Peter Zahner muss auf Teneriffa eine Wahl-Schlappe hinnehmen. So war die dritte National-League-Woche.
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Petar DjordjevicRedaktor Sport

Gewinner – die Emmentaler Torfabrik

Die SCL Tigers sind mit einer 1:4-Niederlage gegen Davos in die neue Saison gestartet. Seither liefern die Langnauer aber Tore am Laufband. Ausser beim Auftakt schiessen die Emmentaler in jedem Spiel mindestens drei Tore – bisher 34 Treffer insgesamt. Damit teilen sich die Tigers die Spitze der Torstatistik mit den ZSC Lions. Das verhilft den Emmentalern zum dritten Tabellenplatz. Was auffällt: Es sind nicht ausschliesslich die Ausländer, die bei Langnau für die Tore sorgen. 21 der 23 Spieler haben bereits mindestens einen Skorerpunkt gesammelt. Zehn davon haben sogar sechs oder mehr Punkte verbucht.

Die SCL Tigers liefern Tore am Laufband.
Foto: Marcel Bieri

Verlierer – Klotens Lazarett

Michael Linigers Mannschaft hat mit zwei Siegen eigentlich einen guten Start hingelegt. Seither schlittern die Flughafenstädter aber in eine regelrechte Krise. Am Samstagabend setzt es die siebte Niederlage in Serie ab. Dabei kann man Linigers Mannschaft nicht wirklich viel vorwerfen. Die Klotener kämpfen derzeit mit dem Verletzungspech. So steht besonders die 2:6-Niederlage gegen Langnau sinnbildlich für die bisher verkorkste Saison. Dario Sidler und Leandro Profico sind zwar wieder im Line-up, sodass Liniger mit Laurin Rupli und Philip Moser nicht mehr auf zwei 17-Jährige in der Verteidigung setzen muss, doch dann verletzen sich Raphael Prassl und Dominik Schlumpf am selben Abend. Und als ob das nicht genug wäre, fällt Meister-Goalie Reto Berra das ganze Wochenende krank aus. Kloten-Trainer Liniger ist nicht zu beneiden. Was dieser Serie wohl mit dem Selbstvertrauen der Spieler macht?

Michael Linigers Mannschaft plagen Verletzungssorgen.
Foto: Marcel Bieri

Gewinner – Genf hat mittlerweile die Kurve gekriegt

Sam Hallams Mannschaft hat die ersten fünf Spiele der Saison regelrecht verschlafen. Ausser zum Auftakt gegen Lugano gerieten die Genfer in den nächsten vier Partien immer mit jeweils mindestens zwei Toren in Rückstand. Immerhin konnten die Grenats zwei dieser Spiele noch wenden. Den Knoten lösten die Westschweizer dann gegen Biel (2:0) und Kloten (4:0). Seither geht Hallams Mannschaft in jedem Spiel zuerst in Führung und grüsst mittlerweile vom zweiten Tabellenplatz.

Servette ist in der neuen Saison angekommen.
Foto: (Laurent Daspres / Freshfocus)

Verlierer – Peter Zahner

Der CEO der ZSC Lions, Peter Zahner, sollte die Schweiz im Welthockeyverband IIHF als Mitglied des Councils vertreten. Dafür wurde der 65-Jährige vom Schweizer Verband SIHF nominiert und an die Wahlen auf Teneriffa geschickt. Doch gewählt wurde Zahner nicht. Die Schweiz ist somit nicht mehr in der Regierung des Welt-Eishockeys vertreten und der Lions-CEO muss mit einer Schlappe nach Hause fliegen.

ZSC-Boss Peter Zahner wird nicht in den IIHF-Council gewählt.
Foto: @Michael Schmid

Gewinner – ZSC Lions

Immerhin kann sich Zahner weiterhin über die Siegesserie seiner Lions freuen. Zwar erlitten die Zürcher am Samstag gegen Lausanne nach Verlängerung den ersten Verlustpunkt, doch die Siegesserie bleibt bestehen. So fehlt nur noch ein Erfolg, um den Startrekord von neun Siegen von Davos (letzte Saison) und Servette (2012) zu egalisieren. Der nächste Gegner? Lugano am Freitag.

Die ZSC Lions setzen ihre Siegesserie fort.
Foto: Claudio Thoma

Verlierer – Lugano

Neun Punkte aus drei Spielen wären für die Tessiner vergangene Woche durchaus realistisch gewesen. Denn gegen Langnau, wie auch gegen Ajoie, führte Lugano zwischenzeitlich mit je drei Toren. Doch die Bianconeri geben beide Spiele aus der Hand und verlieren gegen die Tigers 3:4 sowie 4:5 gegen die Jurassier. So bleiben lediglich drei Punkte aus dem 5:2-Sieg gegen Rapperswil und der zweitletzte Tabellenplatz.

Der HC Lugano gibt zwei klare Führungen aus der Hand.
Foto: Philipp Kresnik
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
8
16
23
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
10
3
18
3
SCL Tigers
SCL Tigers
9
5
15
4
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
9
-5
14
5
HC Ajoie
HC Ajoie
9
1
14
6
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
9
5
14
7
HC Davos
HC Davos
9
0
13
8
Lausanne HC
Lausanne HC
9
-4
12
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
9
-8
11
10
EV Zug
EV Zug
6
8
10
11
EHC Biel
EHC Biel
8
-1
10
12
SC Bern
SC Bern
7
-2
9
13
HC Lugano
HC Lugano
7
0
8
14
EHC Kloten
EHC Kloten
9
-18
6
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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