Intermezzo mit Folgen
Kloten stolpert über Schiedsrichter

Ein Ex-NHL-Star gibt Einblicke in sein Leben in der Schweiz. Die ZSC Lions sind auf Rekordkurs. Und Zug hat Probleme mit den Regeln. Hier kommt das Liga-Inside.
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Wolf von Schiri ausgebremst

Es wirkt wie eine Situation, die jeder im Alltag schon mal erlebt hat. Jemand kommt einem entgegen, und beide wollen ausweichen, aber jeweils in die gleiche Richtung – und so treten beide vor Ort. Etwa so müssen sich Kloten-Verteidiger Bernd Wolf und Schiri Pascal Hungerbühler vorgekommen sein, als sie sich am Samstagabend auf dem Eis in die Quere gekommen sind. Das unbeabsichtigte Intermezzo hat für Kloten Folgen: Wolf verliert den Puck, Gegner Rappi schiesst sogleich durch Tyler Moy ein Tor. Diesem rennen die Zürcher Unterländer bei der 1:2-Niederlage bis zum Schluss erfolglos hinterher.

VA Schiri steht Wolf im Weg
0:23
Kuriose Szene in Kloten:Schiedsrichter steht Wolf im Weg – Moy sagt Danke

SCB will Rekord knacken

Im vergangenen Januar stellten die ZSC Lions anlässlich des «Family-Days» mit 4997 abgesetzten Tickets gegen Zug einen neuen Zuschauerrekord für ein Frauen-Spiel in der Schweiz auf. Diese Bestmarke will der SCB nun knacken. Für den Rekordversuch nutzt man den Doubleheader vom Sonntag. Die Tickets des Männer-Spiels gegen Lugano (14 Uhr) behalten ihre Gültigkeit für das Zähringer Derby der SCB Frauen gegen Fribourg (16.45), wobei freie Platzwahl gilt.

Der SCB möchte bei den Frauen den Zuschauerrekord knacken.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Freundin schleppt Skinner durch die Schweiz

Die neue kanadische Biel-Attraktion Jeff Skinner verriet Mysports in einem Videobeitrag (siehe unten), dass er durch seine Freundin die Schweiz besser kennengelernt hat. «Sie hatte eine ziemlich lange Liste für mich von Orten, die sie sehen will», so der langjährige NHL-Star. Wenn seine Freundin nicht bei ihm in der Schweiz ist, lässt es Skinner wesentlich ruhiger angehen: «Dann mache ich nicht viel, lese, schaue TV und Filme und konsumiere Sport oder rufe zu Hause an und spreche mit Freunden.»

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Vom Eiskunstlauf zum Eishockey:Biels Spektakel-Import Jeff Skinner stellt sich vor

Pulverisiert der ZSC den Punkterekord?

Schon 36 Punkte hat der souveräne Leader ZSC Lions in den ersten 14 Spielen gesammelt. Halten die Titelfavoriten aus Zürich diesen Schnitt, kämen sie in der Endabrechnung auf 134 Punkte und würden den bisherigen Rekord des EV Zug von 119 Punkten aus der Saison 2020/21 pulverisieren. Auf diesen geschielt hat letzte Saison auch der HC Davos, der in der Endabrechnung dann auf 117 Punkte kam. Zunächst steht für den ZSC am Sonntagnachmittag (14.00 Uhr) allerdings ein anspruchsvolles Auswärtsspiel gegen Servette an. Die verletzungsgeplagten Genfer haben zuletzt jedoch einen Einbruch erlitten, dreimal in Folge verloren und dabei 16 Tore kassiert.

Gelingt es Denis Malgin (r.) und Co., den Punkterekord des EVZ zu brechen?
Foto: Patrick Straub/freshfocus

Kovar mit kurioser Strafe

Zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison muss der EVZ zwei Spiele in zwei Tagen absolvieren. Diese Premiere misslingt den Zentralschweizern komplett. Mit einem 0:5 schickt Biel die Zuger nach Hause. Dabei erzielen die Seeländer drei Tore in Überzahl. Den zweiten Unterzahl-Treffer – das 0:4 – kassiert der EVZ nach einer kuriosen Strafe von Jan Kovar. Der Tscheche wartet auf seinen nächsten Einsatz und sitzt dabei auf der Bande. Die beiden Head-Schiris Phillip Ströbel und Daniel Piechaczek unterbrechen das Spiel. Auf dem Eis sind alle verwirrt. Kovar wird zu Recht in die Kühlbox geschickt, denn er hat gegen eine neu eingeführte Regel verstossen. Spieler dürfen seit dieser Saison während der Spiele nicht auf der Bande sitzen. «Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich für sowas eine Strafe bekommen habe», sagt der Tscheche genervt nach dem Spiel gegenüber Mysports.

Hofer rächt sich für Sentelers Crosscheck gegen den Kopf

Die Zuger haben nach dieser Szene noch nicht genug. Bereits mit vier Toren im Rückstand rennen sie dem Spiel hinterher. Dann kommt es in der neutralen Zone bei einem Gerangel um die Scheibe zu einer gefährlichen Szene. Zunächst checkt Zugs David Sklenicka Biels Fabio Hofer von hinten zu Boden. Als sich der Seeländer versucht aufzurichten, erwischt ihn Sven Senteler mit beiden Händen am Stock am Kopf. Hofer revanchiert sich mit einem Crosscheck in den Rücken des Zugers. Die Schiris schauen sich die Situation bei den Zeitnehmern nochmals an und schicken Senteler unter die Dusche. Hofer bekommt eine 2-Minuten-Strafe. Als der Seeländer wieder zurück aufs Eis kommt, läuft die 5-Minuten-Strafe gegen die Zuger noch. Hofer gelingt die Revanche endgültig, indem er mit seinem zweiten Tor des Abends den 5:0-Endstand gegen die Zentralschweizer besiegelt.

VA Senteler Spieldauer
1:25
Spieldauer-Strafe für Zuger:Senteler streckt Hofer nieder

Suomelas Serie hält an

Lausanne-Stürmer Antti Suomela (32) ist on fire. Im achten Spiel in Folge bucht der Finne einen Skorerpunkt. Als Fribourg ohne Goalie anstürmt, kommt er an die Scheibe, beweist viel Ruhe und lanciert Topskorer Jason Fuchs, der für das 2:0-Schlussresultat sorgt. Nur in einem seiner zehn Saisonspiele blieb er ohne Punkt: bei der Niederlage gegen die ZSC Lions (2:3 n.V.).

Nächster Ausländer out bei Servette

Als ob Servette noch nicht schon genug gebeutelt wäre. Die Genfer waren bereits das Team, das am härtesten von Verletzungen erschüttert wurde und haben nun einen weiteren Ausfall zu beklagen. Und wieder hat es einen Ausländer erwischt. Der schwedische Verteidiger Adam Boqvist (26) fällt drei bis vier Wochen aus. Davor mussten beziehungsweise müssen noch die Finnen Markus Granlund, Sakari Manninen und Vili Saarijärvi sowie der Tscheche Jan Rutta verletzt pausieren.

Verletzt out: Servette-Verteidiger Adam Boqvist.
Foto: (Laurent Daspres / Freshfocus)
National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
14
25
36
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
15
3
27
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
15
-5
24
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
15
14
24
5
Lausanne HC
Lausanne HC
17
-1
24
6
SC Bern
SC Bern
13
5
23
7
SCL Tigers
SCL Tigers
16
3
23
8
HC Ajoie
HC Ajoie
16
-2
22
9
HC Davos
HC Davos
16
-8
21
10
EV Zug
EV Zug
10
9
19
11
EHC Biel
EHC Biel
15
-3
19
12
HC Lugano
HC Lugano
14
-3
18
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
16
-15
17
14
EHC Kloten
EHC Kloten
16
-22
15
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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