Darum gehts
- HCD-Verteidiger Michael Fora verpasst Training vor Finalauftakt gegen Fribourg
- Fribourg steht nach vier Final-Niederlagen erneut vor grosser Herausforderung
- HCD gewann letzten Meistertitel vor elf Jahren, vier Spieler sind noch im Team
Fehlt Fora zum Start?
Im vierten Halbfinal-Kracher gegen Zürich verletzte sich HCD-Verteidiger Michael Fora unglücklich (am Knie?) bei einem Zusammenstoss mit Teamkollege Simon Knak. Im Training am Vortag des Final-Auftakts fehlte der 30-jährige Nati-Spieler, der ohnehin als vorsichtig bekannt ist, wenn es um Beschwerden geht.
Schmid und Glauser out
Bei Gottéron fallen nach wie vor zwei Nati-Spieler aus. Mit Stürmer Sandro Schmid, der immer noch an Krücken geht, und Andrea Glauser ist nicht mehr zu rechnen. Am Freitag trainierten auch die beiden Ausländer Kyle Rau und Juuso Arola, die überzählig sein sollten, mit und Trainer Roger Rönnberg sagte: «Ich spüre, dass der Hunger da ist. Wir haben eine gute Mischung zwischen Selbstvertrauen und Demut gefunden.»
HCD-Youngster bekommt Namen
Gewisse Teams haben Regeln, wie viele Spiele ein Junior absolviert haben muss bei den Profis, bis er in einem Leibchen mit Wunschnummer und Namen auflaufen kann. Das denkt man auch, als Teenager Niklas Aebli beim HCD in den Playoffs auflaufen darf, auf seinem Tenü jedoch der Name fehlt. In seinem Fall ist die Erklärung jedoch eine andere: Der Ausrüster hat es nicht rechtzeitig geschafft, dem Klub das beschriftete Dress zu liefern. Gute Nachrichten vor dem Final gegen Fribourg: Aebli steht nun oberhalb seiner Nummer 35.
Vier Meister noch beim HCD
Der letzte Meistertitel der Davoser ist bereits elf Jahre her – und dennoch sind in der aktuellen Mannschaft noch drei Titelhalter von damals dabei: Sven Jung, Enzo Corvi, Tino Kessler und Yannick Frehner, wobei letztere zwei damals nur eine Nebenrolle spielten. Und besonders bitter: Corvi fällt nach letztem Jahr auch in diesen Playoffs verletzungsbedingt aus. Den letzten HCD-Titel miterlebt hat auch Samuel Walser, der jetzt allerdings mit Fribourg nach dem Triumph giert.
Gottéron reiste am Vortag an
Fribourg nahm schon am Freitag den Weg ins Bündnerland unter die Räder. «Wir haben diese Wahl getroffen, um den Verkehr zu vermeiden, und weil wir genug Zeit hatten vor dem ersten Spiel», sagte Trainer Roger Rönnberg. Die Nacht verbrachte die Mannschaft in Chur, wo sie am Vormittag des Final-Auftakts ein Warm-up absolvierte.
Gottérons Final-Fluch
Im Halbfinal konnte Fribourg seinen Servette-Fluch besiegen und schaffte es im fünften Anlauf erstmals, die Genfer in einer Playoff-Serie zu bezwingen. Jetzt stehen die Saanestädter zum fünften Mal in einem Playoff-Final. Gelingt es im fünften Versuch, den Final-Fluch zu besiegen. Zweimal war man im Endkampf um den Meistertitel an Kloten (1993 und 94) und zweimal an Erzrivale Bern (1992 und 2013) gescheitert. Der HCD hat derweil sechs seiner zehn Finals gewonnen. Allerdings alle unter Arno Del Curto.
- 1986 Lugano – Davos 2:0
- 1987 Lugano – Kloten 3:0
- 1988 Lugano – Kloten 3:0
- 1989 Lugano – Bern 2:3
- 1990 Lugano – Bern 3:1
- 1991 Bern – Lugano 3:1
- 1992 Fribourg – Bern 2:3
- 1993 Kloten – Fribourg 3:0
- 1994 Fribourg – Kloten 1:3
- 1995 Zug – Kloten 1:3
- 1996 Bern – Kloten 0:3
- 1997 Bern – Zug 3:1
- 1998 Zug – Davos 4:2
- 1999 Ambri – Lugano 1:4
- 2000 Lugano – ZSC Lions 2:4
- 2001 Lugano – ZSC Lions 3:4
- 2002 Davos – ZSC Lions 4:0
- 2003 Davos – Lugano 2:4
- 2004 Lugano – Bern 2:3
- 2005 Davos – ZSC Lions 4:1
- 2006 Lugano – Davos 4:1
- 2007 Davos – Bern 4:3
- 2008 Servette – ZSC Lions 2:4
- 2009 Kloten Flyers – Davos 3:4
- 2010 Bern – Servette 4:3
- 2011 Davos – Kloten Flyers 4:2
- 2012 Bern – ZSC Lions 3:4
- 2013 Fribourg – Bern 2:4
- 2014 ZSC Lions – Kloten Flyers 4:0
- 2015 ZSC Lions – Davos 1:4
- 2016 Lugano – Bern 1:4
- 2017 Bern – Zug 4:2
- 2018 Lugano – ZSC Lions 3:4
- 2019 Bern – Zug 4:1
- 2021 Zug – Servette 3:0
- 2022 Zug – ZSC Lions 4:3
- 2023 Servette – Biel 4:3
- 2024 ZSC Lions – Lausanne 4:3
- 2025 Lausanne – ZSC Lions 1:4
- 2026 Davos – Fribourg
- 1986 Lugano – Davos 2:0
- 1987 Lugano – Kloten 3:0
- 1988 Lugano – Kloten 3:0
- 1989 Lugano – Bern 2:3
- 1990 Lugano – Bern 3:1
- 1991 Bern – Lugano 3:1
- 1992 Fribourg – Bern 2:3
- 1993 Kloten – Fribourg 3:0
- 1994 Fribourg – Kloten 1:3
- 1995 Zug – Kloten 1:3
- 1996 Bern – Kloten 0:3
- 1997 Bern – Zug 3:1
- 1998 Zug – Davos 4:2
- 1999 Ambri – Lugano 1:4
- 2000 Lugano – ZSC Lions 2:4
- 2001 Lugano – ZSC Lions 3:4
- 2002 Davos – ZSC Lions 4:0
- 2003 Davos – Lugano 2:4
- 2004 Lugano – Bern 2:3
- 2005 Davos – ZSC Lions 4:1
- 2006 Lugano – Davos 4:1
- 2007 Davos – Bern 4:3
- 2008 Servette – ZSC Lions 2:4
- 2009 Kloten Flyers – Davos 3:4
- 2010 Bern – Servette 4:3
- 2011 Davos – Kloten Flyers 4:2
- 2012 Bern – ZSC Lions 3:4
- 2013 Fribourg – Bern 2:4
- 2014 ZSC Lions – Kloten Flyers 4:0
- 2015 ZSC Lions – Davos 1:4
- 2016 Lugano – Bern 1:4
- 2017 Bern – Zug 4:2
- 2018 Lugano – ZSC Lions 3:4
- 2019 Bern – Zug 4:1
- 2021 Zug – Servette 3:0
- 2022 Zug – ZSC Lions 4:3
- 2023 Servette – Biel 4:3
- 2024 ZSC Lions – Lausanne 4:3
- 2025 Lausanne – ZSC Lions 1:4
- 2026 Davos – Fribourg
Heisse HCD-Serie gegen Gottéron
In den Playoffs sind sich der HCD und Fribourg bisher fünfmal begegnet. Beim ersten Mal setzte sich Gottéron im Viertelfinal 1995 mit 3:2 durch. Die letzten vier Duelle gingen dann an den Rekordmeister: Im Viertelfinal 1997 mit 3:0, im Jahr darauf im Halbfinal mit 4:1, im Halbfinal 2009 mit 4:3 und im Viertelfinal 2011 mit 4:0. Dabei hat Davos die letzten sieben Playoff-Spiele gegen Gottéron für sich entschieden.
Tut der Spengler Cup gut?
Beide Finalisten spielten im Dezember beim Spengler Cup mit. Dabei setzte sich der HCD im Halbfinal mit 3:1 gegen den Titelverteidiger aus Fribourg durch und gewann darauf sein Traditionsturnier. Seit der Saison 2006/07 hat kein Team mehr das Double Spengler Cup/Meistertitel geschafft: Damals besiegte der HCD im Spengler-Cup-Final das Team Canada 3:2 und im Playoff-Final Bern 4:3.
Ausgeglichene Bilanz
Neben dem Duell im Spengler Cup trafen die Finalisten auch viermal in der Quali aufeinander. Auch da gab es Heimsiege. Davos gewann im Oktober 4:2 und im Februar 5:2, Gottéron im November 5:3 und im Dezember 4:0. Bester Skorer in den vier Direktduellen war Fribourg-Schwede Jacob de la Rose mit sechs Punkten (5 Tore/1 Assist), gefolgt von den Davosern Adam Tambellini (2/2) und Simon Ryfors (2/2) sowie dem inzwischen verletzten Teamkollegen Sandro Schmid (0/4).
Hier kannst du dich mit den Highlights der vier Quali-Duelle auf den Final einstimmen:


