Das Powerplay bereitete Fribourg schon im Viertelfinal gegen die SCRJ Lakers Kopfschmerzen. Das Team von Roger Rönnberg scheiterte beinahe, weil es in 54 Minuten Überzahlspiel nicht nur kein Tor schoss, sondern auch noch zwei Shorthander kassierte. Dabei war das Powerplay nicht nur ineffizient, sondern sah auch schlecht aus. Fribourg kam zuweilen kaum in die Zone der St. Galler.
Im Halbfinal gegen Servette fand sich Gottéron dann etwas besser zurecht und konnte die ersten beiden Powerplay-Tore erzielen, wobei jenes von Borgström in Spiel 3 entscheidend war. Die Quote blieb mit 11,8 Prozent aber nicht berauschend. Und auch die Genfer konnten einen Shorthander erzielen.
Und im Final? Da wartet Gottéron nun schon vier Spiele lange auf einen Treffer in Überzahl. Immerhin hat der HCD noch nicht mit einem Mann weniger getroffen. Das Powerplay der Drachen wirkt zwar optisch besser, doch Tore sind trotz zehn Gelegenheiten keine gefallen. Der HCD hat seinerseits mit einer Erfolgsquote von 21,4 Prozent schon drei Powerplay-Treffer in der Finalserie erzielt.
«Nie happy, wenn wir nicht skoren»
Auf die Frage, ob er damit zufrieden sei, weil das Powerplay nun besser aussehe, sagte Rönnberg nach der 1:3-Niederlage am Montag: «Ich werde nie happy sein, wenn wir nicht skoren.» Es sei frustrierend. «Mit einem guten Powerplay wären wir mindestens in die Overtime gekommen.» Das Gleiche gilt auch für die 0:1-Pleite vom Freitag.
Ohne ein Powerplay-Tor im Final dürfte der Titeltraum platzen. Der letzte Finalist ohne einen Überzahl-Treffer in der Finalserie war 2015 der ZSC – gegen den HC Davos, der damals seinen vorerst letzten Titel feierte.
