Frk war beim SCB 5-mal in Folge überzählig
«Es ist eine schwierige Situation»

Am Samstag durfte Stürmer Martin Frk gegen Servette endlich wieder einmal für den SC Bern spielen. Davor musste er fünfmal als überzähliger Ausländer auf der Tribüne schmoren.
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Nach fünf Spielen auf der Tribüne durfte Martin Frk am Samstag gegen Servette endlich wieder für den SCB spielen.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Martin Frk (30) wurde zum SCB geholt, um Tore zu schiessen. Doch plötzlich sass der Scharfschütze als überzähliger Ausländer nur noch auf der Tribüne. Fünf Spiele in Folge, ehe er am Samstag gegen Servette (2:3 n.P.) erstmals wieder ran durfte.

Dabei hatte der Tscheche zum Start keinen schlechten Eindruck hinterlassen, mit Dominik Kahun und Tristan Scherwey gut harmoniert und in den ersten fünf Spielen zwei Tore und drei Assists gebucht.

Als der Stürmer nach seinem Comeback vor die Medienleute tritt, wiederholt er einen Satz immer wieder: «Es ist eine schwierige Situation.» Es ist ihm anzusehen, dass ihm die Zeit auf der Tribüne zugesetzt hat. «Es war schön, wieder zu spielen. Du willst spielen und nicht draussen sitzen», sagt er und erklärt sein Dilemma beim SCB: «Wir haben acht Ausländer. Da sind immer zwei Jungs nicht im Line-up.»

Trainer Jussi Tapola hatte Frk die Gründe erklärt, warum er es war, der auf der Tribüne Platz nehmen musste. Der Flügel, der aus der AHL kam und läuferisch nicht zu den Besten zählt, möchte sich aber nicht dazu äussern.

Verständnis, dass Tapola das siegreiche Team nicht änderte

War Frk überrascht, dass er überzählig war? «Ja, ich bin nicht hier hergekommen, um auf der Tribüne zu sitzen. Aber die Jungs haben dann zunächst gewonnen und wir haben ziemlich gut gespielt. Warum hätte der Trainer da die Aufstellung wieder ändern sollen?»

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Er sei nach Bern gekommen, um Abend für Abend zu spielen. «Aber es kann passieren, dass man zu viele Ausländer hat. Es ist nicht lustig, draussen zu sitzen. Ich hoffe, dass es eine Lösung gibt. Wenn Jussi Tapola mit der besten Aufstellung spielen will und ich nicht dazu gehöre, muss ich das akzeptieren.»

Gegen Servette bot sich Frk einmal die Chance, Werbung in eigener Sache zu machen. Doch er säbelte vor dem offenen Tor über den springenden Puck. Immerhin leitete er das Anschlusstor zum 1:2 ein.

Frk säbelt vor dem leeren Goal kunstvoll daneben
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Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, wieder überzählig zu sein und warten zu müssen, sagt der Tscheche: «Im Moment wird von Tag zu Tag geschaut. Es war gut, dass wir gegen Servette einen Punkt geholt haben, aber ärgerlich, dass wir verloren haben. Deshalb weiss ich nicht, wie es beim nächsten Spiel am Mittwoch weitergeht.»

Ein Konkurrent weniger für Frk ist vorderhand der Kanadier Colton Sceviour, der sich am Freitag in Lugano erneut verletzte und zwei bis vier Wochen ausfällt.

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