Ambri – ZSC 2:4
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Bei den Zürchern fehlen Lehtonen, Frödén und kurzfristig auch noch Rohrer krank. Immerhin ist Andrighetto rechtzeitig für das Spiel wieder genesen. Doch die Gäste beginnen schwungvoll und gehen sofort in Führung, als Malgin seinen Gegenspieler Heim abschüttelt, von Verteidiger Virtanen nicht angegriffen wird und Goalie Wüthrich eiskalt bezwingt.
Der ZSC hat danach noch einige Chancen, um nachzudoppeln – so bricht Malgin alleine vor dem Tor der Stock. Danach lässt der Meister aber gleichermassen nach wie Ambri sich steigert. Zunächst kann Hrubec einige Male den Ausgleich verhindern, ehe Müller dann doch trifft. Im Mitteldrittel spielt dann nur Ambri – und geht im Powerplay durch DiDomenico in Führung.
Der ZSC reisst sich dann nach dem desolaten Mitteldrittel (3:15 Torschüsse) wieder zusammen und dominiert das Spiel im Schlussabschnitt (15:3 Schüsse aufs Tor). Dabei stellt sich die Massnahme von Trainer Bayer, das Duo Malgin/Andrighetto wiederzuvereinen, als entscheidend heraus. An der Seite von Malgin ist es Andrighetto, der mit zwei schönen Pässen die Wende orchestriert. Erst trifft Gruber, dann Balcers. Auch beim 4:2 ins leere Tor von Sundström stehen die beiden Nati-Stars auf dem Eis.
Fans: 6500
Tore: 1. Malgin 0:1. 18. Müller (Bürgler, Heim) 1:1. 36. DiDomenico (Heim, Jolly/PP) 2:1. 45. Gruber (Andrighetto, Malgin) 2:2. 49. Balcers (Andrighetto, Malgin) 2:3. 60. Sundström (Malgin, Andrighetto) 2:4 (ins leere Tor)
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Fribourg – Lugano 3:2 n.P.
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Ein Spitzenspiel, das den Namen verdient! Für den ersten Aufreger sorgt ausgerechnet Fribourgs neuer Kanadier Ty Rattie, als er in Überzahl die Scheibe an Peltonen verliert. Dieser scheitert aber an Fribourgs Ersatzgoalie Galley, der für einmal den Vorzug vor Berra erhält.
Besser machens später Glauser und Marchon, als sie ebenfalls in Unterzahl mit zwei Pässen die gesamte Lugano-Defensive aushebeln und für die Gottéron-Führung sorgen. Im Mitteldrittel dominiert Fribourg, allerdings ohne das zweite Tor zu erzielen. Als Lugano-Coach Mitel das Timeout nimmt, kommen die Gäste wieder auf und gleichen durch Perlini aus. Praktisch mit dem zweiten Pausenpfiff erzielt Schmid fast den zweiten Gottéron-Shorthander. Doch Lugano-Goalie Schlegel hat etwas dagegen.
Nach Wiedernapfiff kommt Sprunger von der Strafbank und sorgt im Zusammenspiel mit Topskorer Schmid fürs 2:1 für Gottéron. Die Führung hält aber nur kurz, weil Verteidiger Kapla mit einem Blackout vor dem eigenen Tor den Puck an Thürkauf verliert – der Lugano-Stürmer bedankt sich mit dem Ausgleich.
Weil in der Verlängerung keine Tore fallen, muss das Penaltyschiessen über den Zusatzpunkt entscheiden. Als einziger Torschütze sorgt Henrik Borgström dafür, dass dieser in Fribourg bleibt.
Fans: 9372
Tore: 17. Glauser (Marchon/SH) 1:0. 37. Perlini (Tanner) 1:1. 41. Sprunger (Schmid, Marchon) 2:1. 46. Thürkauf 2:2.
Penaltytor: Borgström.
Kloten – Zug 1:2
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Als der neue EVZ-Trainer Benoît Groulx mit seiner Mannschaft in Kloten antreten muss, kennt er sie gerade mal 34 Stunden. Am Donnerstagmorgen wird er von Sportchef Reto Kläy vom Flughafen Kloten direkt ins OYM nach Cham gebracht, wo er kurz zu den Spielern spricht, bevor es fürs Training aufs Eis geht.
Reicht da die Zeit, um bei einem gebeutelten Team etwas zu bewirken, das zehn Niederlagen in Folge eingefahren hat? Ja – zumindest für kleine Kurskorrekturen. Trotz erdrückender Pleitenserie gehen die Zuger aggressiver und entschlossener zu Werke. Sie schalten einen Gang hoch. Das zuletzt zögerliche Verhalten im Spiel und in den Zweikämpfen ist weg. Die Tempomache ist ja einst die Zuger Stärke gewesen.
Doch ganz kaschiert können die Risse im Selbstvertrauen und die nicht aufgefüllten Energiereserven nicht werden. Allerdings gelingt es den Zugern, ihre Fehlerquote zu mindern und auch in Zweikämpfen hartnäckiger statt passiv zu sein. So setzen sie die Klotener schon früh in deren Zone unter Druck und zwingen sie so zu überhasteten Zuspielen. Darunter leidet deren Aufbau. Die Ladehemmung aber ist nicht einfach so weggeblasen. In diesem Jahr hat der EVZ weder in den acht Liga- noch in den zwei CHL-Partien (Halbfinal-Hin- und -Rückspiel) mehr als zwei Tore erzielen können. Für die offensiv so hochkarätig besetzte Truppe ein Armutszeugnis.
Gegen Kloten ist Zugs Offensive gradliniger, es werden Chancen wirklich erspielt. In Überzahl gelingt der Führungstreffer, nachdem sich EHC-Goalie Waeber den Lapsus leistet und die Scheibe direkt über die Bande spiel. Kubalik wird für seine Bemühungen belohnt.
Die Zürcher Unterländer können auf diesen Rückstand noch reagieren. Nach dem Ausgleichstreffer durch Weibel sind Leino und Simic nahe dran, gleich noch nachzudoppeln. Die Zuger behalten die Fassung und den Vorwärtsdrang, Captain Kovar erlöst sein Team und setzt der Pleitenserie ein Ende.
Groulx löst ebenfalls den viel zitierten Trainer-Effekt aus. Der Kanadier ist übrigens bei Gegner Kloten ein Thema gewesen. Der 57-Jährige hat zum engeren Kandidatenkreis gehört, als vor zwei Jahren dann Lauri Marjamäki verpflichtet worden ist.
Fans: 5031
Tore: 42. Kubalik (Sklenicka, Tatar/PP) 0:1. 54. Weibel (Lindroth, Gignac) 1:1. 56. Kovar (Hofmann) 1:2.
Lausanne – Biel 2:1 n.V.
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Christian Dubés Geduld wird in seinem ersten Spiel als Biel-Trainer strapaziert, denn vor dem Spiel wird der langjährige Lausanne-Captain Joël Genazzi in einer aufwendigen Feier geehrt und seine Nummer 79 unters Hallendach gezogen. Um satte 15 MInuten überziehen die Waadtländer die Festivitäten, was den Spielbeginn verzögert.
Doch die Bieler lassen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, starten mutig und gehen durch Toni Rajala in Führung. Rajala? Ja, den gibts noch, aber es ist das erste Tor seit dem 28. Oktober des dienstältesten Ausländers in der National League. Damals traf der Finne – ebenfalls gegen Lausanne – doppelt. Da soll noch einer behaupten, dass Dubé nicht sogleich für neue Impulse sorgen konnte.
Happy wird auch Verteidiger-Routinier Robin Grossmann sein. Dieser war unter dem am Montag gefeuerten Martin Filander seit dem 3. Januar überzählig, bei Dubé kehrt er in de Aufstellung zurück und dies dann erst noch neben Linus Hultstörm in der ersten Verteidigung. Der junge Finn Bichsel muss für Grossmann weichen. Doch ausgerechnet der durch den Trainerwechsel begnadigte Grossmann nimmt zur Unzeit eine Strafe und sorgt für eine doppelte Überzahl, die Lausanne Ahti Oksanen zum Ausgleich nutzt.
Aber es ist offensichtlich, das ein ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist. Der Glaube, dass auch auswärts etwas zu holen ist, ist beim auswärtsschwächsten Team der Liga da. Goalie Säteri pariert die Pucks plötzlich wieder wie ein Hexer, die Verteidiger wehren sich urplötzlich vor dem eigenen Tor wieder mit mehr Überzeugung, die Stürmer wirken agiler und Christian Dubé ist Christian Dubé. Mit hübschem blauen Mantel und schicker Krawatte sorgt er auch modisch für ein Upgrade beim EHC Biel.
Die Bieler erspielen sich einen verdienten Punkt. In der Verlängerung hat Rodwin Dionicio gar den Siegtreffer auf dem Stock, scheiter aber. So sieht Jason Fuchs im Konter seine Chance und trifft haargenau zum 2:1. Nach zuletzt sechs Niederlagen in sieben Spielen ein enorm wichtiger Treffer für Lausanne.
Fans: 9600
Tore: 10. Rajala (Blessing) 0:1. 28. Oksanen (Niku/PP2) 1:1. 64. Fuchs 2:1.
Rapperswil-Jona – Bern 0:2
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Der SCB zeigt sein Auswärts-Gesicht und gewinnt zum sechsten Mal in Folge in der Fremde. Die Weichen stellt das Ehlers-Team kurz nach der ersten Pause, als Vermin nach einem Fehlpass von Larsson alleine auf Nyffeler zuziehen kann und das Rappi-Urgestein cool verlädt und backhand trifft.
Darauf nehmen die Berner den Schwung mit und setzen resolut nach, können aber nicht erhöhen. Dann bringen sie sich zum Ende des Mitteldrittels selbst in die Bredouille, als sich Marchon und Aaltonen innert Sekunden eine Strafe einhandeln. Doch in fast zwei Minuten doppelter Unterzahl wehren sie sich tapfer, wobei die Verteidiger Lindholm und Untersander sowie Merelä Schwerarbeit leisten und der starke Goalie Zurkirchen dicht hält.
Als der SCB im Schlussabschnitt in Überzahl spielen kann, macht er den Sack zu: Baumgartner verwertet bei seinem Comeback einen Vermin-Pass nach einem Tempo-Gegenstoss. In der Endphase versuchen die St. Galler mit sechs Feldspielern und ohne Goalie noch einmal alles, um heranzukommen. Doch Merelä, Lindholm & Co. halten dicht. Mit 36 Paraden verdient sich Zurkirchen den Shutout redlich. Und der Rückstand auf die Lakers beträgt nur noch acht Punkte.
Fans: 5560
Tore: 21. Vermin 0:1. 54. Baumgartner (Vermin, Häman Aktell/PP) 0:2.
SCL Tigers – Ajoie 2:3 n.V.
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Nach einer 2:0-Führung verlieren die SCL Tigers gegen Ajoie noch mit 2:3 n.V. Die Jurassier gewinnen gegen gegen Langnau zum dritten Mal in dieser Saison und entwickeln sich zum Angstgegner der Emmentaler.
Die SCL Tigers spielen neuerlich eine überwältigende Saison. Aber dass sie sieben Punkte gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Ajoie haben liegen lassen, dürfte die Emmentaler heftig ärgern. Mit diesen könnten sie die Play-Ins bereits planen, so aber brauchen sie weiterhin den einen oder anderen Kraftakt.
22:9-Schüsse zu Gunsten der SCL Tigers werden bei Spielmitte notiert, aber es steht nach 30 Minuten noch immer 0:0. Es braucht das zweite Überzahlspiel der Gastgeber, um den Bann zu brechen. Juuso Riikola schiesst aus der Distanz, Julian Schmutz nimmt Ajoie-Goalie Damian Ciacco vor dem Tor die Sicht – so einfach geht das. Und als Harri Pesonen im direkten Anschluss nach brillanter Vorarbeit von Flavio Schmutz erhöht, biegt Langnau auf Siegeskurs ein.
Jonathan Hazen bringt Ajoie dann aber aus dem Nichts zurück ins Spiel, Martin Necker, der bei den SCL Tigers sein zweites National-League-Spiel bestreitet, ist machtlos.
Und so wird dieses Spiel für die Emmentaler im Schlussdrittel plötzlich zur brenzligen Angelegenheit, zumal die Jurassier aus ihrem Schneckenhaus herauskommen und vermehrt vor Neckar auftauchen. Nach einen Riesenbock von Saku Mäenelanen gelingt Julius Nättinen tatsächlich das 2:2. Es geht in die Verlängerung und da suchen die SCL Tigers die Offensive etwas gar kopflos – ein gefundenes Fressen für Nättinen, der übers ganze Eis davoneilt und den Siegtreffer markiert.
Fans: 5905
Tore: 32. Riikola (Pesonen, Felcman/PP) 1:0. 33. Pesonen (F. Schmutz, J. Schmutz) 2:0. 38. Hazen (Devos, Nättinen) 2:1. 56. Nättinen (Thiry) 2:2. 64. Nättinen 2:3.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 41 | 50 | 87 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 42 | 40 | 79 | |
3 | Genève-Servette HC | 43 | 10 | 76 | |
4 | HC Lugano | 42 | 30 | 75 | |
5 | ZSC Lions | 42 | 24 | 73 | |
6 | Lausanne HC | 44 | 20 | 73 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 42 | -11 | 64 | |
8 | EV Zug | 42 | -14 | 61 | |
9 | SCL Tigers | 43 | 4 | 60 | |
10 | SC Bern | 42 | -11 | 56 | |
11 | EHC Biel | 42 | -21 | 52 | |
12 | EHC Kloten | 42 | -19 | 50 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 42 | -42 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 43 | -60 | 36 |











