Biel weiss im ersten Spiel unter Christian Dubé durchaus zu gefallen, kommt zu einem raren Auswärtspunkt, verliert aber am Ende in Lausanne mit 1:2 nach Verlängerung.
Christian Dubés Geduld wird in seinem ersten Spiel als Biel-Trainer strapaziert, denn vor dem Spiel wird der langjährige Lausanne-Captain Joël Genazzi in einer aufwendigen Feier geehrt und seine Nummer 79 unters Hallendach gezogen. Um satte 15 MInuten überziehen die Waadtländer die Festivitäten, was den Spielbeginn verzögert.
Doch die Bieler lassen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, starten mutig und gehen durch Toni Rajala in Führung. Rajala? Ja, den gibts noch, aber es ist das erste Tor seit dem 28. Oktober des dienstältesten Ausländers in der National League. Damals traf der Finne – ebenfalls gegen Lausanne – doppelt. Da soll noch einer behaupten, dass Dubé nicht sogleich für neue Impulse sorgen konnte.
Happy wird auch Verteidiger-Routinier Robin Grossmann sein. Dieser war unter dem am Montag gefeuerten Martin Filander seit dem 3. Januar überzählig, bei Dubé kehrt er in de Aufstellung zurück und dies dann erst noch neben Linus Hultstörm in der ersten Verteidigung. Der junge Finn Bichsel muss für Grossmann weichen. Doch ausgerechnet der durch den Trainerwechsel begnadigte Grossmann nimmt zur Unzeit eine Strafe und sorgt für eine doppelte Überzahl, die Lausanne Ahti Oksanen zum Ausgleich nutzt.
Aber es ist offensichtlich, das ein ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist. Der Glaube, dass auch auswärts etwas zu holen ist, ist beim auswärtsschwächsten Team der Liga da. Goalie Säteri pariert die Pucks plötzlich wieder wie ein Hexer, die Verteidiger wehren sich urplötzlich vor dem eigenen Tor wieder mit mehr Überzeugung, die Stürmer wirken agiler und Christian Dubé ist Christian Dubé. Mit hübschem blauen Mantel und schicker Krawatte sorgt er auch modisch für ein Upgrade beim EHC Biel.
Die Bieler erspielen sich einen verdienten Punkt. In der Verlängerung hat Rodwin Dionicio gar den Siegtreffer auf dem Stock, scheiter aber. So sieht Jason Fuchs im Konter seine Chance und trifft haargenau zum 2:1. Nach zuletzt sechs Niederlagen in sieben Spielen ein enorm wichtiger Treffer für Lausanne.
Fans: 9600
Tore: 10. Rajala (Blessing) 0:1. 28. Oksanen (Niku/PP2) 1:1. 64. Fuchs 2:1.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 41 | 50 | 87 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 42 | 40 | 79 | |
3 | Genève-Servette HC | 43 | 10 | 76 | |
4 | HC Lugano | 42 | 30 | 75 | |
5 | ZSC Lions | 42 | 24 | 73 | |
6 | Lausanne HC | 44 | 20 | 73 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 42 | -11 | 64 | |
8 | EV Zug | 42 | -14 | 61 | |
9 | SCL Tigers | 43 | 4 | 60 | |
10 | SC Bern | 42 | -11 | 56 | |
11 | EHC Biel | 42 | -21 | 52 | |
12 | EHC Kloten | 42 | -19 | 50 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 42 | -42 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 43 | -60 | 36 |




