Trainer-Effekt beim EVZ
Mit Groulx endet die Pleitenserie

Captain Jan Kovar erlöst die Zuger von ihrem Leiden. Obwohl er das Team erst 34 Stunden kennt, konnte der neue Trainer Benoît Groulx schon etwas bewirken.
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Benoît Groulx sorgt für ein Ende der Zuger Pleitenserie.
Foto: Nico Ilic/freshfocus
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Als der neue EVZ-Trainer Benoît Groulx mit seiner Mannschaft in Kloten antreten muss, kennt er sie gerade mal 34 Stunden. Am Donnerstagmorgen wird er von Sportchef Reto Kläy vom Flughafen Kloten direkt ins OYM nach Cham gebracht, wo er kurz zu den Spielern spricht, bevor es fürs Training aufs Eis geht.

Reicht da die Zeit, um bei einem gebeutelten Team etwas zu bewirken, das zehn Niederlagen in Folge eingefahren hat? Ja – zumindest für kleine Kurskorrekturen. Trotz erdrückender Pleitenserie gehen die Zuger aggressiver und entschlossener zu Werke. Sie schalten einen Gang hoch. Das zuletzt zögerliche Verhalten im Spiel und in den Zweikämpfen ist weg. Die Tempomache ist ja einst die Zuger Stärke gewesen.

Doch ganz kaschiert können die Risse im Selbstvertrauen und die nicht aufgefüllten Energiereserven nicht werden. Allerdings gelingt es den Zugern, ihre Fehlerquote zu mindern und auch in Zweikämpfen hartnäckiger statt passiv zu sein. So setzen sie die Klotener schon früh in deren Zone unter Druck und zwingen sie so zu überhasteten Zuspielen. Darunter leidet deren Aufbau. Die Ladehemmung aber ist nicht einfach so weggeblasen. In diesem Jahr hat der EVZ weder in den acht Liga- noch in den zwei CHL-Partien (Halbfinal-Hin- und -Rückspiel) mehr als zwei Tore erzielen können. Für die offensiv so hochkarätig besetzte Truppe ein Armutszeugnis.

Gegen Kloten ist Zugs Offensive gradliniger, es werden Chancen wirklich erspielt. In Überzahl gelingt der Führungstreffer, nachdem sich EHC-Goalie Waeber den Lapsus leistet und die Scheibe direkt über die Bande spiel. Kubalik wird für seine Bemühungen belohnt.

Die Zürcher Unterländer können auf diesen Rückstand noch reagieren. Nach dem Ausgleichstreffer durch Weibel sind Leino und Simic nahe dran, gleich noch nachzudoppeln. Die Zuger behalten die Fassung und den Vorwärtsdrang, Captain Kovar erlöst sein Team und setzt der Pleitenserie ein Ende.

Groulx löst ebenfalls den viel zitierten Trainer-Effekt aus. Der Kanadier ist übrigens bei Gegner Kloten ein Thema gewesen. Der 57-Jährige hat zum engeren Kandidatenkreis gehört, als vor zwei Jahren dann Lauri Marjamäki verpflichtet worden ist.

Fans: 5031
Tore: 42. Kubalik (Sklenicka, Tatar/PP) 0:1. 54. Weibel (Lindroth, Gignac) 1:1. 56. Kovar (Hofmann) 1:2.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
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15
29
39
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
15
3
27
3
SC Bern
SC Bern
14
6
25
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
15
14
24
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
16
-9
24
6
Lausanne HC
Lausanne HC
17
-1
24
7
SCL Tigers
SCL Tigers
16
3
23
8
HC Ajoie
HC Ajoie
16
-2
22
9
HC Davos
HC Davos
16
-8
21
10
EV Zug
EV Zug
10
9
19
11
HC Lugano
HC Lugano
15
-4
19
12
EHC Biel
EHC Biel
15
-3
19
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
16
-15
17
14
EHC Kloten
EHC Kloten
16
-22
15
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