Der Grogg-Blog
Wer hat den Grössten?

Der ehemalige Eishockey-Profi Stefan Grogg (48) lebt mit der degenerativen Nervenkrankheit ALS. Er schreibt im Rhythmus von drei Wochen Kolumnen für SonntagsBlick.
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Aufgrund seiner Erkrankung bewegt Stefan Grogg den Cursor auf seinem Bildschirm mit den Augen.
Foto: PIUS KOLLER
Stefan Grogg

Bis vor nicht allzu langer Zeit war eine stattliche Körpergrösse praktisch ein Mindesterfordernis in unserem Sport. Der Weg zu den Honigtöpfen der NHL war einem ohne die angemessene Statur so gut wie versperrt. Die Talentspäher der besten Liga der Welt wurden dazu angehalten, ihre Fühler gar nicht erst nach nicht gross genug gewachsenen Spielern auszustrecken.

Im Wandel der Welt verändert sich vieles. Die nun viel striktere Regel-Handhabung liess dieses körperbezogene Vorurteil fallen. Für Feldspieler gilt aktuell: flink und schnell.

Bei Torhütern hingegen sieht der Trend exakt gegenteilig aus. Und zwar aus simplen, geometrischen Gründen. Je grossflächiger ein Torwart, desto mehr Tor deckt er ab. Macht Sinn. Obschon Reflexvermögen und Technik nicht minderbedeutende Faktoren bleiben, ist klar: Kleinere Goalies müssen überdurchschnittlich performen.

Oliver Anken mass nur 166 Zentimeter

Unter diesem Kriterium verblüfft die Karriereleistung des legendären Ex-Bieler (3x Meister) und Nati-Torwarts Olivier Anken umso mehr. Mit bloss 166 cm brachte er zu seiner Zeit vor allem in den 80ern seine Gegner zum Verzweifeln. Eine ganz andere Zeit? Einverstanden. Aber auch die Cracks von dazumal konnten hart schiessen, wenn auch noch mit Holz- anstelle von Carbonstöcken.

166 Zentimer und drei Meistertitel mit dem EHC Biel: Oliver Anken.
Foto: ullstein bild via Getty Images

In Zukunft dürfte die Entwicklung der Schlussmänner stetig fortschreiten. Grösser und schneller, so die Vorgabe. Führt das gar wieder zu weniger Toren pro Spiel? Fast einzige mögliche Gegenmassnahme wäre dann eine erneute Verkleinerung der Torhüterausrüstung. Die Torraumregel weniger übertrieben wie jetzt auszulegen wäre noch was. Denn mit Kapriolen wie grösseren Toren wollen wir uns ja nicht lächerlich machen.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
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