Der Skandal um das gefälschte Covid-Zertifikat von Patrick Fischer (51) erschütterte die Hockeywelt. Kurz vor der Heim-WM wurde bekannt, dass Fischer sich nicht gegen Covid geimpft hatte und mit einem gefälschten Zertifikat an die Olympischen Spiele gereist ist.
Nach dem Bekanntwerden des Skandals leitete der Schweizerische Hockeyverband eine Untersuchung ein. Diese wurde Ende August abgeschlossen, ohne, dass der Bericht veröffentlicht wurde. Als Begründung dafür wurden Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und arbeitsrechtliche Vorgaben genannt.
Der internationale Eishockeyverband (IIHF) hat ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet, wie die NZZ schreibt. Auch diese sei mittlerweile abgeschlossen. Anders als vom SIHF gibt es für den 51-Jährigen vom Weltverband weiterführende Konsequenzen: Fischer soll für die nächsten vier Jahre keine Nationalmannschaft mehr trainieren dürfen. Allerdings dürfte Fischer weiterhin als Klubtrainer agieren.
Ob er das in Betracht zieht, ist allerdings fraglich. Im Interview mit Blick erklärte Fischer, dass er sich erst einmal seinem Herzensprojekt widmen will. Unter anderem hat er mit seinen früheren Weggefährten Stefan Schwitter und Benoit Pont das «Team Fischer» gegründet. Ab Herbst wollen sie verschiedene Workshops und Impulstage anbieten und Menschen oder Spieler weiterbringen.
Dazu könnte ihm noch weiteres Ungemach drohen. Das Urteil von Swiss Sport Integrity (SSI) steht noch aus. Diese könnte den Entscheid des IIHF übernehmen, was eine Anstellung als Klub-Trainer verunmöglichen würde. Wann der Entscheid der Behörde fallen wird ist derzeit nicht absehbar.
