Heisser Herbst steht an
Für die Frauen-Nati steht das WM-Ticket auf dem Spiel

Mit dem Zusammenzug für die erste Playoff-Runde der WM-Quali beginnt für die Nati am Montag die entscheidende Phase im Kampf um das Ticket für die WM 2027 in Brasilien. Die wichtigsten Fragen vor dem heissen Herbst.
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Für die Nati geht es in den Playoffs um die Teilnahme an der WM im nächsten Sommer in Brasilien.
Foto: Toto Marti
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Wie löst die Nati das WM-Ticket?

Die Nati muss zwei Playoff-Runden überstehen. Setzt sie sich in Hin- und Rückspiel im ungarischen Mezokövesd und Sitten VS gegen Israel durch, wartet in der 2. Runde Ende November/Anfang Dezember der Sieger des Duells zwischen Österreich und dem Kosovo. Gewinnt sie auch dieses Duell nimmt sie am Turnier im nächsten Sommer in Brasilien teil, ausser es setzen sich in den anderen sieben Duelle alle Teams aus der Nations League A durch. Ist dies der Fall, müsste die Nati im Februar in einem interkontinentalen Playoff um das letzte WM-Ticket kämpfen.

Wie stehen die WM-Chancen der Schweiz?

Die Nati hatte bei der Auslosung für die Playoffs nicht zum ersten Mal in den letzten Jahren Losglück, geht sie doch absoluten Top-Teams wie England, Schweden oder Holland aus dem Weg. Gegen Israel, die Weltnummer 66, ist die Schweiz klarer Favorit. Und auch gegen Österreich (oder Kosovo) haben die Schweizerinnen intakte Chancen, auch wenn sich die EM-Halbfinalistinnen von 2017 in ihrer Gruppe der Liga A gegen Deutschland und Norwegen achtbar aus der Affäre gezogen haben. Und auch wenn die Nati einen Umweg über das interkontinentale Playoff machen müsste, wäre dies eine lösbare Aufgabe.

Warum spielt die Nati gegen Israel in Ungarn?

Israel ist seit den 90er-Jahren Mitglied in der Uefa, nachdem es 1974 aus politischen Gründen aus dem asiatischen Verband ausgeschlossen wurde. Seit dem 7. Oktober 2023 und dem Beginn des Gaza-Krieges trägt Israel aus Sicherheitsgründen seine Heimspiele in der Fremde aus. In Ungarn lebt eine grosse jüdische Community, zudem hatten die beiden Länder unter dem früheren Ministerpräsidenten Viktor Orban auch politisch eine enge Beziehung. Auch die Männer-Nati hatte im November 2023 ihr Auswärtsspiel gegen Israel in Ungarn ausgetragen.

Sind politische Aktionen zu erwarten?

Das Duell gegen Israel birgt aufgrund der politischen Lage viel Brisanz. Rund um die Nations-League-Partien des israelischen Männer-Nationalteams kam es in den letzten Tagen zu kontroversen Diskussionen und Aktionen. So trugen die irischen Spieler schwarzen Trauerflor und schauten während der Nationalhymne zu Boden. Nati-Trainer Rafel Navarro ist sich der Problematik bewusst. «Die Idee ist, mit den Spielerinnen am ersten Tag darüber zu sprechen», so der Spanier, der damit verhindern will, dass später die unmittelbare Spielvorbereitung gestört wird. «Ich glaube, dass ihre Sicht sehr wichtig ist und sie etwas dazu sagen können sollten.»

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