Jagd auf die zweite WM-Medaille
Diese Schweizerinnen stehen an der WM im Rampenlicht

Nach dem Olympia-Märchen will die Frauen-Nati an der WM in Dänemark die erst zweite WM-Medaille nach 2012 holen. Doch welche Spielerinnen stehen dabei besonders im Fokus?
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Headcoach Shannon Miller (r.) ist auf Topleistungen ihrer Schlüsselspielerinnen angewiesen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • In Dänemark jagt die Frauen-Nati ihre zweite WM-Medaille
  • Das Goalie-Duo wird eine wichtige Rolle spielen
  • Olympia-Heldinnen müssen liefern
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Nick RohnerPraktikant Sportdesk

Zum Auftakt am Freitag (19 Uhr) wartet auf die Schweiz sogleich ein echter Brocken: Mit den USA trifft die Nati auf niemanden Geringeres als den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger. Um den Traum von der zweiten WM-Medaille wahr werden zu lassen, sind die Schweizerinnen auf Top-Leistungen ihrer Schlüsselspielerinnen angewiesen.

Das Goalie-Duo

Bereits seit der WM 2023 bilden Andrea Brändli (29) und Saskia Maurer (25) das Goalie-Duo der Nati. Lange war Brändli, die ab Ende November das Tor von Detroit in der Professional Women's Hockey League (PWHL) hüten wird, im Tor gesetzt, doch spätestens seit der letzten WM kommt auch Maurer regelmässig zu Einsätzen. Ihre Leistungen beim SCB beweisen Maurers Topform: 1,46 Gegentore pro Spiel bedeuten den Bestwert der Liga.

Wenn die Nati um Medaillen kämpfen will, ist die Torhüterposition ein entscheidender Faktor. Zum Vergleich: Beim Bronze-Coup an den Olympischen Spielen 2026 kassierten die Schweizerinnen ab dem Viertelfinal nur 1,3 Gegentore pro Partie, während der Schnitt an der gesamten letzten WM bei schwachen 3,8 lag.

Goalie-Duo: Saskia Maurer (l.) und Andrea Brändli (r.)
Foto: imago/Bildbyran

Die Bronze-Schützin von Mailand

50 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung schoss Alina Müller (28) die Schweiz ins Olympia-Glück. Es war einer von vier Turniertreffern – die Hälfte aller Schweizer Tore ging auf das Konto der Winterthurerin, die mittlerweile in der PWHL für Hamilton stürmt. 2018 wurde sie bei Olympia als beste Skorerin ins All-Star-Team gewählt. Klar ist: Wenn die Nati jubeln soll, führt kein Weg an Müller in Topform vorbei.

Alina Müller jubelt über Olympia-Bronze.
Foto: Getty Images

Die Abwehrchefin

Der Fels in der Brandung: Nicole Vallario (25) wagte als zweite Schweizerin im Winter 2025 den Sprung in die PWHL nach Nordamerika. Für die Tessinerin ist es bereits die 7. A-WM. Damit bringt sie zusammen mit Stefanie Wetli (26) die grösste Routine in die Schweizer Defensive.

Nicole Vallario reist an ihre siebte A-WM.
Foto: Pius Koller

Die Leaderin aus dem EVZ-Block

Der EV Zug stellt mit gleich sieben Spielerinnen das mit Abstand grösste Kontingent im Schweizer Aufgebot. Angeführt wird dieser Block von Rahel Enzler (26): Gemeinsam mit der verletzten Nati-Captain Lara Stalder sorgt sie seit mehreren Jahren beim EVZ für Skorerpunkte. An Weltmeisterschaften sammelte Enzler bereits 13 Punkte und stürmte sowohl beim letzten WM-Turnier als auch bei Olympia meist in der ersten Angriffsreihe.

Rahel Enzler ist eine von sieben EVZ-Spielerinnen im Aufgebot.
Foto: Pius Koller

Die junge Offensiv-Hoffnung

Mit dem Meistertitel und 48 Skorerpunkten im Gepäck wagte Ivana Wey (20) im Sommer den Schritt nach Nordamerika. An der Northeastern University fasste sie sofort Fuss und überzeugt auf Anhieb mit sieben Punkten aus den ersten sieben Spielen. Bereits beim Olympia-Märchen spielte sie eine tragende Rolle – nicht nur mit der traumhaften Vorarbeit zu Müllers Siegtor, sondern auch mit ihrem Einsatz.

Auch Ivana Wey schrieb ihr Kapitel im Olympia-Märchen.
Foto: AP

Das Kücken im Team

Laure Mériguet (18) beweist eindrücklich, dass sich Frauen auch im Männer-Hockey durchsetzen können: Die Verteidigerin läuft auch in dieser Saison für Genève Futur in der U18 auf, steht neu per Doppellizenz aber ebenso für das Frauenteam von Lausanne auf dem Eis. Ihr WM-Debüt gab Mériguet im Vorjahr in Tschechien und auch beim Bronze-Erfolg in Mailand zählte sie bereits zum Aufgebot. An den anstehenden Weltmeisterschaften ist die Genferin die jüngste Spielerin im Schweizer Kader – auf dem Eis agiert sie für ihr Alter dennoch verblüffend reif und abgeklärt.

Die 18-jährige Laure Mériguet ist die Jüngste im Aufgebot.
Foto: Nico Ilic/freshfocus
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