Die Schweizer Eishockey-Frauen sind noch nicht in WM-Form: Rund eine Woche vor Turnierstart muss das Team von Shannon Miller am schwedischen Turnier der Euro Hockey Tour eine 0:4-Niederlage hinnehmen.
Immerhin: In der Defensive sind im Vergleich zu den letzten Partien, als im finnischen Lahti unter anderem gegen Schweden ein 0:5 und gegen Finnland ein 1:4 resultierte, zu Beginn durchaus Fortschritte zu erkennen. Im ersten Drittel lässt die Schweiz, die auf die länger verletzte Kapitänin Lara Stalder verzichten muss, kaum Chancen zu – wird aber auch selbst praktisch nicht gefährlich, weshalb das torlose Unentschieden zur Pause die logische Folge ist.
Das ändert sich anschliessend schnell: Die Schweizerinnen verlieren in der eigenen Zone die Scheibe und lassen dann Viivi Vainikka etwas gar einfach gewähren. Die Finnin läuft so vor das Schweizer Tor und bezwingt Andrea Brändli nach 24 Minuten mit einer hübschen Finte.
Nach Doppelchance geschockt
Eine Schweizer Reaktion auf den Gegentreffer lässt lange auf sich warten. Wirklich gefährlich wird die Nati erst kurz vor der zweiten Pause, als Ivana Wey gleich zweimal an der finnischen Torhüterin hängen bleibt. Die verpasste Chance soll sich rächen: Praktisch im Gegenzug steht es nach einem Abstauber von Susanna Tapani 2:0 für Finnland.
Es ist die Vorentscheidung: Zu harmlos agieren die Schweizerinnen im Spiel nach vorne. Emmi Juusela (47.) und Noora Tulus (55.) schenken Brändli gar noch zwei weitere Tore ein – um die defensive Stabilität aus der Anfangsphase ist es nun endgültig geschehen.
Bleibt aus Schweizer Sicht zu hoffen, dass diese bis zum WM-Auftaktspiel gegen die USA am 6. November zurückkehrt. Noch bleiben der Nati in Södertälje zwei Vorbereitungsspiele: am Freitag gegen Schweden und am Samstag gegen Tschechien.