Der Lions-Plan für die Playoffs
Darum machte ZSC-Star Malgin seit Olympia kein Spiel mehr

Rechtzeitig vor den Playoffs hat sich Denis Malgin von seiner Schulterverletzung erholt. Er ist voller Vorfreude, aber spricht auch über sein bitteres Olympia-Aus vor einem Monat.
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Die Olympischen Spiele in Mailand waren für Denis Malgin nur ein kurzes Vergnügen.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Die Verletztenliste hat sich gelichtet. Vor dem Playoff-Start kann Doppelmeister ZSC Lions mit Ausnahme von Thierry Bader, der für den Rest der Saison ausfällt, wieder aus dem Vollen schöpfen.

Die Verteidiger Patrick Geering und Yannick Weber drehen an diesem Dienstag in der Swiss Life Arena genauso ihre Runden wie Stürmer Willy Riedi – vor allem aber ist Ausnahmekönner Denis Malgin zurück. Der Spektakelmacher hat im Training im ersten ZSC-Sturm wieder den Platz neben seinem Standardpartner Sven Andrighetto sowie Rudolfs Balcers eingenommen. «Es war nicht einfach, aber inzwischen geht es mir viel besser», meldet er.

Vor einem Monat endeten für Malgin im zweiten Gruppenspiel gegen Kanada (1:5) nach einem Check von Sam Bennett die Olympischen Spiele in Mailand wegen einer Schulterverletzung vorzeitig. «Das hat schon mega wehgetan», gesteht der 29-jährige Nati-Stürmer der ZSC Lions. «Ich hatte mich enorm darauf gefreut, mit den Jungs ein cooles Turnier zu spielen und dann auszufallen, ist nicht schön.» Aber solche Sachen würden eben dazugehören: «Hockey ist ein Kontaktsport.»

Vollständig ausheilen statt forcieren

Er sei dann für den Rest des Turniers bis zum Ausscheiden im Viertelfinal gegen Finnland (2:3 n.V.) eben «ein Fan der Mannschaft» gewesen und findet: «Jene, die für mich reingekommen sind, haben einen Superjob gemacht.» Vor Ort bestand noch leise Hoffnung, dass Malgin im Fall einer Halbfinal-Qualifikation im Kampf um die Medaillen nochmals eingreifen kann. «Als ich dann aber nach Zürich zurückgekehrt bin, haben wir beschlossen, nun nicht mehr zu pushen, damit die Verletzung wirklich vollständig verheilen und ich in den Playoffs Vollgas geben kann.»

Deshalb ist Malgin in den letzten sechs Quali-Spielen bis zur Olympia-Pause auch beim ZSC nicht mehr zum Einsatz gekommen. «Ich bin froh, dass ich dies hinter mir habe und freue mich jetzt auf die Playoffs», sagt er. Ob er am Samstag im ersten Viertelfinal-Spiel gegen Lugano gleich von null auf hundert durchstarten könne, werde man dann sehen, meint er. «Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft gut auftreten und die Zweikämpfe gewinnen.»

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