«Einer der grössten Sporthelden»
Doppel-Olympiasieger (†50) tot aufgefunden

Olaf Tufte, zweifacher Ruder-Olympiasieger, ist in seiner Heimat Norwegen überraschend verstorben. Er wurde nur 50 Jahre alt.
Kommentieren
1/4
Der zweifache norwegische Olympiasieger Olaf Tufte ist überraschend im Alter von 50 Jahren verstorben.
Foto: Keystone
RMS_Portrait_AUTOR_228.JPG
Carlo SteinerRedaktor Sport

Schocknachricht aus Norwegen: Der zweimalige Ruder-Olympiasieger Olaf Tufte (†50) wurde am Dienstagnachmittag leblos auf seinem Hof rund 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Oslo aufgefunden, wie seine Familie in einer Pressemitteilung bestätigte. 

Die Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen und der einstige Spitzensportler wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Doch jede Hilfe kam zu spät. Die Todesursache ist nicht bekannt. Laut der Familie bestehe kein Verdacht auf einen Arbeitsunfall, Zeugen des Vorfalls gebe es keine. Tufte hinterlässt seine Ehefrau Aina und zwei Kinder.

«Einer der grössten Sporthelden»

Sowohl 2004 in Athen als auch 2008 in Peking holte er Olympia-Gold im Einer, zudem gewann er 2000 in Sydney Silber und 2016 in Rio de Janeiro Bronze im Doppelzweier. Im Einer wurde er 2001 in Luzern und 2003 in Mailand Weltmeister. Damit ist er der erfolgreichste Ruderer der Geschichte Norwegens. 

Neben seiner Sportkarriere führte er einen Landwirtschaftsbetrieb nahe der Kleinstadt Horten in Südnorwegen, wo es nun zum unerwarteten Tod gekommen ist. 

Tuftes Tod löste in Norwegen grosse Betroffenheit aus. Diverse Personen aus Sport und Politik brachten ihr Mitgefühl zum Ausdruck. «Er hat unserem Land unzählige Momente der Freude am Sport geschenkt. Er war einer der grössten Sporthelden Norwegens, ein hochdekorierter Olympiateilnehmer, einer der besten Ruderer, die wir je hatten, und für viele ein grosses Vorbild. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen», erklärte Ministerpräsident Jonas Gahr Störe (65). 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen