Darum gehts
- Beachvolleyballprofi Leo Dillier outet sich öffentlich als homosexuell
- Er möchte damit ein Vorbild für junge Menschen sein
- Für seinen Coming-out-Post auf Instagram erhält Dillier viel Lob
Der Schweizer Beachvolleyballprofi Leo Dillier (25) outet sich als homosexuell. In einer Videobotschaft auf Instagram erzählt er seine Geschichte und erklärt, warum er sich für ein öffentliches Coming-out entschieden hat.
«Es ist okay, so zu lieben, wie ich will»
Es sei ein Thema, das ihn schon sein ganzes Leben lang beschäftige. Denn im männlichen Spitzensport gilt Homosexualität nach wie vor oft als Tabu, was den Schritt an die Öffentlichkeit erschwere. Ein bekanntes Stereotyp präge dabei die Wahrnehmung: Wer ganz oben mitspielen wolle, müsse stets Stärke zeigen und dürfe keinerlei Schwächen offenbaren.
Es habe lange gedauert, bis er es für sich selbst akzeptieren konnte: «Dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Dass es okay ist, so zu lieben, wie ich will.»
«Ich hoffe, das Vorbild zu sein, das ich selbst gebraucht hätte»
«Wenn ich daran zurückdenke, als ich etwa 15 Jahre alt war: Ich hätte mir damals so sehr ein solches Vorbild im Spitzensport gewünscht», sagt Dillier. Jemanden, der so ist wie er und mit dem er sich hätte identifizieren können – das habe es damals schlicht noch nicht gegeben.
Genau das will er nun ändern: Er hofft, durch seine Geschichte zu inspirieren und «das Vorbild zu sein, das ich selbst einst gebraucht hätte».
Welle der Unterstützung und viel Lob
Unter seinem Instagram-Post erfährt der 25-Jährige eine Welle des Zuspruchs. Neben viel Lob für seinen Mut finden sich berührende Kommentare wie: «Wir möchten, dass alle Sportler ganz sie selbst sein können. Es zeugt von Mut, ganz man selbst zu sein.» Oder schlicht: «So mutig und stark!»
Besonders tief geht die Nachricht eines Fans, der genau das anspricht, was der Basler erreichen will: «Ich hätte Vorbilder wie dich gebraucht, als ich aufgewachsen bin. Ich bin so froh, dass die nächste Generation Menschen wie dich hat, zu denen sie aufschauen kann.»