«Körper soll nicht mehr mein Feind sein»
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Ramona De Cesaris nach OP:«Essen ist jetzt permanent im Fokus»

Zürcherin Ramona De Cesaris (35) litt ein Leben lang unter ihrem Übergewicht – eine OP soll das ändern
«Ich habe mich so vor mir selbst geekelt»

Ramona De Cesaris (35) hat nach zwei Schwangerschaften und jahrelangem Kampf mit ihrem Übergewicht eine lebensverändernde Entscheidung getroffen: Ein Magenbypass soll ihr helfen, Frieden mit ihrem Körper zu finden. Erste Kilos sind schon runter.
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Dieses Bild zeigt Ramona De Cesaris (35) im Februar 2023. So wollte sie sich nie wieder sehen: dick und unglücklich.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ramona De Cesaris (35) kämpft gegen Übergewicht und Insulinresistenz
  • Nach Magenbypass-OP im Mai 2026 hat sie bereits neun Kilo abgenommen
  • Mit 118 Kilo Ende 2025 erreichte sie ihr bisheriges Höchstgewicht
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Qendresa LlugiqiReporterin News

Ramona De Cesaris (35) aus Hettlingen ZH leidet unter ihrem Übergewicht. Schon als Kind machen ihr ein paar Kilos mehr zu schaffen. Doch seit einigen Jahren befindet sich die ehemalige Blick-Videoreporterin in einem zermürbenden Kampf mit ihrem Körper – und das, obwohl sie sich gesund ernährt und intensiv Sport treibt.

Der Höhepunkt: Nach ihrer zweiten Schwangerschaft Ende Dezember 2025 steht De Cesaris, die 165 Zentimeter gross ist, mit 118 Kilo vor dem Spiegel. Zu Blick sagt die Zweifachmama: «Ich konnte nicht hinschauen. Ich habe mich so vor mir selbst geekelt.» Nun hat sie einen Eingriff hinter sich, der alles verändern soll: eine Magenbypass-Operation.

Mobbing und Diäten

Das Thema Gewicht beschäftigte De Cesaris schon früh. «Ich war schon immer die etwas Festere und wurde deshalb in der Primarschule massiv gemobbt.» Ihre Reaktion: Frustessen.

In der Oberstufe fiel das Mobbing weg. Die Kilos aber blieben. Sie begann mit ersten Diäten – und lernte den Jojo-Effekt kennen.

Mit 19 Jahren stieg De Cesaris als Quereinsteigerin im Journalismus ein. Dies fünf Jahre bei Tele Top. Schliesslich zog es sie zum Blick. Hier war sie als Video-Reporterin ebenfalls fünf Jahre lang im In- und Ausland unterwegs.

«Weder regelmässig noch gesund» gegessen

Nur: Die Arbeit als Videoreporterin hatte für De Cesaris auch negative Folgen. «Ich war ständig unterwegs, konnte weder regelmässig noch gesund essen und auch kaum meinen Hobbys – wie etwa dem Boxen – nachgehen.» Ihr Gewicht stieg und stieg.

Hilfesuchend wendete sich De Cesaris an ihren Hausarzt. Der verwies sie an ein Adipositaszentrum zu einer Ernährungsberatung. Trotz viel Sport und einer Ernährungsumstellung: Der Abnehm-Erfolg blieb aus.

Schliesslich wurde festgestellt, dass De Cesaris an einer Insulinresistenz litt. Abnehmen: extrem schwierig. «Für mich fühlte es sich an, als hätte mein Körper eine riesige Betonmauer aufgebaut», erklärt De Cesaris. «Egal, wie viel Sport ich machte. Egal, wie diszipliniert ich mich ernährte. Ich kam nicht durch diese Mauer hindurch.»

Abnehmen per Spritze

2022 wurde De Cesaris schwanger, ihre Tochter kam im Dezember zur Welt. Im März 2023 sagte die junge Mutter ihrem Übergewicht mit einer Abnehmspritze den Kampf an. Schnell purzeln die Pfunde. De Cesaris: «Erstmals hatte ich das Gefühl, dass mein Körper mit mir arbeitet und nicht gegen mich.»

Im August 2024 folgte die Hochzeit. De Cesaris zeigt Blick stolz ein Bild von ihr im Brautkleid. «Da wog ich etwa 80 Kilo und habe mich sehr wohl in meinem Körper gefühlt.»

Anfang 2025 wurde De Cesaris erneut schwanger. In der 15. Schwangerschaftswoche brach sie während einer Zugfahrt zusammen. Tests ergaben, dass ein Schwangerschaftsdiabetes vorlag. Die Folge: Ihr Gewicht stieg massiv und blieb auch nach der Geburt ihres Sohnes hoch. «Ende Dezember hatte ich mit 118 Kilo mein bisheriges Höchstgewicht», sagt De Cesaris.

Die Insulinresistenz

Wieder soll ihr eine Abnehmspritze helfen. Nur: Dieses Mal schlug diese nicht wie gewünscht an. Eine Erklärung hierfür: Ihre Insulinresistenz war zurückgekehrt. 

Im März legte ihr das Adipositaszentrum einen Magenbypass nahe. Dabei handelt es sich um eine tiefgreifende OP, für die Übergewichts-Betroffene erst nach jahrelangem Leidensdruck und einer nachweisbar erfolglosen Abnehm-Geschichte überhaupt infrage kommt.

Bei diesem Eingriff wird der Magen extrem verkleinert und ein Teil des Dünndarms entfernt. Dadurch können Betroffene weniger essen. Gleichzeitig werden weniger Kalorien aufgenommen. Der gesamte Stoffwechsel verändert sich.

«Etwa neun Kilo verloren»

De Cesaris führte viele Gespräche mit anderen Bypass-Patienten, informierte sich beim Arzt. Kritisch hinterfragte sie die OP. Denn: Mit einem möglichen Gewichtsverlust bringt der Magenbypass auch zahlreiche Folgen mit sich. So sind die Patienten lebenslang auf die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen, vertragen gewisse Lebensmittel nicht mehr oder leiden unter sogenannten Dumpings. Dabei entleert sich der neue Magen zu schnell. Mögliche Folgen: Bauchkrämpfe, Übelkeit, Durchfall und Schwächegefühl.

De Cesaris wagte den Schritt trotzdem. Nach zahlreichen medizinischen Abklärungen war es am 18. Mai so weit: De Cesaris legte sich unters Messer.

Im Gespräch mit Blick sagt sie am Donnerstag glücklich: «Heute, vier Wochen später, habe ich bereits etwa neun Kilo verloren.» Doch der Weg ist alles andere als einfach: «Ich muss ständig schauen, welche Lebensmittel ich vertrage und wie viel ich überhaupt davon essen mag.» Eine weitere Herausforderung für sie: «Genug Eiweiss für den Muskelerhalt einzunehmen, auch wenn ich jetzt viel weniger essen kann.»

Mit dem Magenbypass will De Cesaris nicht ein bestimmtes Gewicht erreichen. Ihr Wunsch stattdessen: «Endlich Frieden mit meinem Körper zu schliessen.»

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