Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat beim Bezirksgericht Affoltern Anklage gegen zwei Männer erhoben, die im Frühjahr 2024 in den Gemeinden Bonstetten und Wettswil mutmasslich mehrere Brände gelegt haben. Dabei wurden Scheunen, Schrebergartenhäuschen und Fahrzeuge beschädigt oder zerstört, der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franken.
Die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich führten Ende Mai 2024 zur Festnahme von drei tatverdächtigen Schweizern im Alter von 17 bis 19 Jahren. Nach Abschluss der Untersuchungen hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen die beiden erwachsenen Beschuldigten erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen Ende März und Ende Mai 2024 in wechselnder Zusammensetzung mutwillig Feuer gelegt und dabei Leib und Leben von Menschen gefährdet zu haben.
Diese Strafen fordert die Staatsanwaltschaft
Die Anklage umfasst unter anderem mehrfache Brandstiftung, versuchte Brandstiftung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie weitere Delikte, heisst es in dem Communiqué. Für den älteren Beschuldigten beantragt die Staatsanwaltschaft eine mehrjährige unbedingte Freiheitsstrafe und eine bedingte Geldstrafe. Der jüngere Beschuldigte soll eine mehrjährige unbedingte Freiheitsstrafe, eine unbedingte Geldstrafe sowie eine Massnahme für junge Erwachsene erhalten, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe aufgeschoben wird.
Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.