Video zeigt Polizeieinsatz vor der Lugano Bar
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Person verstorben:Video zeigt Polizeieinsatz vor der Lugano Bar

Aus dem Nichts – Milan I. tötete Barmann Daniel Z.
Jetzt steht der Messerstecher der Zürcher Lugano Bar vor Gericht

Nach der brutalen Tötung von Daniel Z. (†64) in Zürich steht Milan I. (53) vor Gericht. Der Ungar hat laut Anklage sieben Mal mit dem Messer auf den Barmann der Lugano Bar eingestochen. Die Staatsanwaltschaft fordert 16 Jahre Haft und die Verwahrung.
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Barmann Daniel Z. ist am 30. August 2023 an der Langstrasse in Zürich getötet worden.
Foto: Stapo ZH und Nicolas Lurati

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Prozess gegen Milan I. (53) startet am Dienstag in Zürich
  • Er soll 2023 einen Barmann mit sieben Messerstichen getötet haben
  • 16 Jahre Haft, Sicherheitsverwahrung, 15 Jahre Landesverweis von Staatsanwaltschaft gefordert

Die Anklage lautet auf Mord! Der mutmassliche Täter: Milan I.* (53). Er soll Ende August 2023 den Barmann Daniel Z.** (†64) in der Lugano Bar in Zürich getötet haben. Jetzt will die Zürcher Staatsanwaltschaft ihn für 16 Jahre in den Knast schicken und ihn anschliessend verwahren, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Der Prozess gegen den Ungarn findet am Dienstag vor dem Bezirksgericht statt.

Laut Anklage sticht der Täter sieben Mal mit einer 13 Zentimeter langen Klinge auf sein Opfer ein, zuvor hatte er dieses mit Pfefferspray wehrlos gemacht. Der Barmann hatte keine Chance. Er verblutete an seinem Arbeitsplatz, an dem er 20 Jahre tätig war.

Ein zufälliges Opfer

Daniel Z. kommt Milan I. dabei durch Zufall in die Quere, wie aus der Anklageschrift zu entnehmen ist.

Demnach ist der Ungar zwischen Anfang Juli und Ende August 2023 regelmässig im Zürcher Langstrassenquartier unterwegs. Er sucht dort, speziell im Umfeld der Lugano Bar, nach einer Frau namens Debora und einem gemeinsamen Kind.

Milan I. hat immer mehr den Eindruck, dass Personen aus dem Umfeld der Bar ihn bezüglich des Aufenthaltsorts der beiden belügen und seine Suche absichtlich behindern. Infolgedessen fasst er den Entschluss, Daniel Z. zu töten – obwohl dieser vollkommen unbeteiligt ist.

Flucht ins Ausland

Am Vormittag des 30. August 2023 streift der Beschuldigte gemäss Anklageschrift dann durch das Quartier und betritt um 11.51 Uhr kurz die Lugano Bar, wo er mit Daniel Z. spricht. Anschliessend begibt sich Milan I. in ein nahe gelegenes Restaurant und erkundigt sich dort wütend nach dem Namen des Barmanns. Kurz danach kehrt er in die Lugano Bar zurück, heimlich bewaffnet mit einem Messer und einem Pfefferspray.

Um 11.58 Uhr greift Milan I. den völlig ahnungslosen Barmann hinter dem Tresen unvermittelt an. Er sprüht ihm zunächst Pfefferspray ins Gesicht, dann stürzt sich der Beschuldigte auf das Opfer und sticht mit viel Kraft mindestens sieben Mal auf dessen Rücken- und Schulterbereich ein.

Die Stiche sind massiv: Sie durchtrennen Rippen und verletzen lebenswichtige Organe, darunter die Lunge, die Milz, die Niere und den Dünndarm, schwer. Kurz nach 12.30 Uhr ist Daniel Z. tot. Das alles geschieht vor den Augen anderer Gäste. Peter G.* (78) sagte damals zu Blick: «Ich werde den Anblick nie vergessen.» Er sei wie in Trance gewesen, er habe Daniel Z. seit 30 Jahren gekannt, so Peter G. 

Direkt nach der Tat flüchtet Milan I. vom Tatort in Richtung Helvetiaplatz. Danach setzt er sich gemäss der Zürcher Staatsanwaltschaft ins Ausland ab. Es werden weitreichende Fahndungsmassnahmen eingeleitet, die Behörden veröffentlichten ein Fahndungsfoto.

Im August 2023 veröffentlichte die Polizei diese Aufnahme.
Foto: zVg

Anfang November konnte Milan I. schliesslich in Zürich bei einer Personenkontrolle verhaftet werden.

Psychisch krank

Weshalb genau Daniel Z. sterben musste, ist derweil unklar. Aber: Etwa ein Jahr nach seiner Festnahme wurde der mutmassliche Täter von einem Psychiater untersucht. Die Diagnose: Milan I. leidet an einer paranoiden Schizophrenie.

Aufgrund seiner Verfassung wird dem Angeklagten eine hohe Gewaltbereitschaft sowie Unberechenbarkeit attestiert. Der Gutachter geht von einem deutlich erhöhten Risiko aus, dass Milan I. in Freiheit weitere schwere Gewaltdelikte begehen könnte. Deshalb fordert die Zürcher Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsverwahrung. Neben den 16 Jahren im Knast soll der Ungar auch für 15 Jahre des Landes verwiesen werden.

Der Prozess gegen den mutmasslichen Messerstecher der Lugano Bar beginnt am Dienstag um 8.15 Uhr vor dem Bezirksgericht Zürich. Blick ist vor Ort und berichtet live. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

* Namen geändert 

** Name bekannt 

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