VA Alois Gmür (71), Mitinhaber Brauerei Rosengarten in Einsiedeln SZ, spricht zu Unfall
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Alois Gmür (71) zu Unfall:«War hart, das mitanzusehen zu müssen»

22-Jährige stirbt bei Dachsturz in Brauerei in Einsiedeln SZ – Mitbesitzer und alt Nationalrat Alois Gmür (71) ist geschockt
«Dieser Anblick war schlimm»

Zwei Personen kletterten aufs Brauerei-Dach und stürzten durch die Oberlichtkuppel – mit tödlichen Folgen. Alt Nationalrat und Einsiedler-Bier-Boss Alois Gmür (71) ist im Schock.
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Durch diese Oberlichtkuppel stürzten ein Mann und eine Frau (†22).
Foto: Ralph Donghi

Darum gehts

  • Bei der Brauerei Rosengarten in Einsiedeln lief ein Fest mit 1000 Gästen
  • Dabei stürzten zwei Personen durch eine Dachkuppel
  • Eine Frau (†22) starb, ein Mann wurde lebensgefährlich verletzt

Auf einem roten Harrass, neben Bier und Wasser, stehen Blumen und eine Kerze. Im Lager der Brauerei Rosengarten in Einsiedeln SZ herrscht seit letzter Woche Trauerstimmung. Alt Nationalrat Alois Gmür (71, Mitte) ist Mitinhaber der Brauerei – und tief erschüttert.

Am Samstag, 3. Oktober 2026, stürzten ein Mann und eine Frau (†22) durch eine Oberlichtkuppel des Getränkelagers. Beide wurden lebensbedrohlich verletzt. Die 22-Jährige verstarb Tage später im Spital, wie die Kantonspolizei Schwyz am Mittwoch mitteilt.

Das Unglück passierte während eines Herbstfests neben der Brauerei, die das Einsiedler Bier braut. Über tausend Gäste waren auf dem Festgelände, haben Bier und Wein degustiert und Brezeln gegessen. Alois Gmür erinnert sich: «Als wir die zwei Personen bewusstlos bei uns im Lager am Boden bemerkten, alarmierten wir sofort die Rettungskräfte und reanimierten die beiden.»

«Sie kletterten aufs Dach»

Unter den Gästen waren auch Rettungssanitäter. «Sie reagierten sofort», so Gmür. Innert wenigen Minuten waren Ambulanz und Polizei vor Ort. Später landeten zwei Helikopter der Rega auf dem Gelände der Brauerei.

Gmür: «Das war sehr heavy. Die beiden haben stark geblutet, auch aus dem Mund. Dieser Anblick war schlimm.» Die Polizei habe umgehend alles abgesperrt. «Niemand durfte hin», so Gmür.

Nach Gmürs Angaben hatten sich die beiden Personen vom Festgelände entfernt. «Sie kletterten aufs Dach der Brauerei!» Eine Treppe oder Leiter gibt es nicht. «Das Dach ist nicht begehbar», sagt er. Normalerweise habe dort oben niemand etwas verloren.

Daraufhin haben sie sich vermutlich auf die Oberlichtkuppel gesetzt. Gmür sagt: «Aber diese hält kein Gewicht aus – leider mit tragischen Folgen.»

So etwas habe der frühere Mitte-Nationalrat noch nie erlebt, sagt er gegenüber Blick. «Es ist höchst tragisch, was hier passiert ist», Den Familien der Verstorbenen und des Verletzten spricht Gmür sein Beileid aus. «Es tut mir sehr leid. Ich wünsche ihnen viel Kraft!»

Mit dem Unfall endete die Feststimmung beim Herbstfest abrupt. Gmür versuchte zu helfen und koordinierte. «Die Rettungskräfte sagten mir, dass sie noch leben und auch überleben könnten.» Leider hat sich diese Hoffnung bei der 22-jährigen Frau nicht erfüllt.

Über die Identität der Verunfallten weiss Gmür nicht Bescheid. «Die beiden waren Teil einer Sechsergruppe», sagt er einzig.

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