Darum gehts
- Wartezeiten von über zwei Stunden bei Bergbahn in Engelberg OW gemeldet
- Felssturz am Gerschniberg legte Gondelbahn Engelberg–Trübsee lahm, Ersatzlinie eingerichtet
- Geologen prüfen Lage, mögliches Entfernen gefährlicher Felsen wird in Betracht gezogen
«Wartezeiten von über zwei Stunden», schimpft ein Leserreporter. Er steht wie viele andere in Engelberg OW in der Schlange vor der Bergbahn.
Zum Beweis schickt er ein Bild mit, auf dem gut zu sehen ist, wie sich Wintersportler und Wanderer die Beine in den Bauch stehen. Der Leserreporter hat einen Verdacht, wieso es so lange dauert. «Der Erdrutsch könnte dahinterstecken.»
Ersatzlinie Engelberg–Gerschni–Trübsee
Denn am Freitagnachmittag kam es unterhalb des Trübsees im Gebiet Gerschniberg OW zu einem Felssturz. Verletzt wurde niemand. Die Gondelbahn Engelberg–Trübsee bleibt aber aus Sicherheitsgründen vorübergehend ausser Betrieb, wie die Titlis Bergbahnen kurz darauf bekannt gab.
Der Zugang zum Titlis ist jedoch weiterhin gewährleistet: Gäste werden über die Ersatzlinie Engelberg–Gerschni–Trübsee transportiert.
Zusätzliche Abklärungen vorgenommen
Bei dem Erdrutsch hatten sich Schnee, Felsen und Geröll gelöst und waren talwärts gestürzt. Geologen und weitere Fachspezialisten stehen im Einsatz und beurteilen die Situation laufend gemeinsam mit der Naturgefahrenkommission der Gemeinde Engelberg. Im Fokus steht insbesondere die Frage, ob sich weiteres Material lösen könnte. Vorsorglich werden zusätzliche Abklärungen vorgenommen und gefährdendes Gestein könnte kontrolliert entfernt werden.
Was sagen Titlis Bergbahnen zum Ansturm und der Warteschlange? «Nach dem Felssturz von gestern erfolgt der Transport der Gäste aktuell über die zweite Linie, was in Spitzenzeiten zu längeren Wartezeiten führen kann», sagt André Sidler von Titlis Bergbahnen zu Blick. Der Ansturm überrascht ihn nicht. «Der Titlis ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. An sonnigen Tagen wie heute verzeichnen wir erfahrungsgemäss eine hohe Nachfrage sowohl von Gästen aus der Schweiz als auch aus internationalen Märkten.»