Darum gehts
- Felssturz unterhalb Trübsee, Gondelbahn gestoppt
- Betroffene Region wird von Geologen intensiv überwacht und analysiert
- Ersatzlinie Engelberg–Gerschni–Trübsee in Betrieb, keine Verletzten gemeldet
Am Freitagnachmittag ist es unterhalb des Trübsees im Gebiet Gerschniberg OW zu einem Felssturz gekommen. Verletzt wurde niemand. Die Gondelbahn Engelberg–Trübsee bleibt aus Sicherheitsgründen vorübergehend ausser Betrieb, wie André Sidler von Titlis Bergbahnen in einer Medienmitteilung bekannt gab.
Das Ereignis ereignete sich am Freitag kurz nach 14 Uhr. Dabei lösten sich Schnee, Felsen und Geröll und stürzten talwärts. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine im betroffenen Gebiet, weshalb es zu keinen Verletzten kam.
Fachspezialisten sind vor Ort
Die Lage wird derzeit intensiv analysiert. Geologen und weitere Fachspezialisten stehen im Einsatz und beurteilen die Situation laufend gemeinsam mit der Naturgefahrenkommission der Gemeinde Engelberg. Im Fokus steht insbesondere die Frage, ob sich weiteres Material lösen könnte. Vorsorglich werden zusätzliche Abklärungen vorgenommen und gefährdendes Gestein könnte kontrolliert entfernt werden.
Aus Sicherheitsgründen bleibt die Gondelbahn Engelberg–Trübsee bis auf Weiteres geschlossen. Der Zugang zum Titlis ist jedoch weiterhin gewährleistet: Gäste werden über die Ersatzlinie Engelberg–Gerschni–Trübsee transportiert.
Keine Verbindung zum Unglück im März
Die Titlis Bergbahnen verweisen auf bestehende Schutzkonzepte. Bereits beim Bau der Anlagen wurden präventive Massnahmen umgesetzt, darunter spezielle Ablenkkeile an Bahnstützen im betroffenen Gebiet, um Schäden durch Steinschlag zu minimieren.
Die Sicherheit von Gästen und Mitarbeitenden habe oberste Priorität, heisst es. Die Situation werde weiterhin genau überwacht und bei Bedarf würden umgehend zusätzliche Massnahmen ergriffen.
Das aktuelle Ereignis steht laut Angaben in keinem Zusammenhang mit dem Gondelunfall vom März 2026 auf der Strecke Titlis Xpress.