Ein 100-Kilo-Wildschwein sorgte in Vitznau LU für Ärger: Es wühlte Wiesen auf und hinterliess Schäden. Anfang Oktober wurde der Keiler von Wildhüter Hubert Zimmermann erlegt – ein besonderer Erfolg für die Jagdgesellschaft, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Erstmals wurde damit in der Gemeinde ein Wildschwein erlegt.
Der rund 100 Kilogramm schwere Keiler war durch nächtliche Aktivitäten aufgefallen und wurde von Wildkameras dokumentiert. Alois Keiser, Obmann der Jagdgesellschaft Vitznau, erklärte gegenüber der «Luzerner Zeitung», dass die Jäger im September «unzählige Stunden» auf das scheue Tier gewartet hatten. Am 1. Oktober gelang es Jagdaufseher Hubert Zimmermann schliesslich den zweieinhalbjährigen Keiler nach gezielter Treibjagd mit einem präzisen Schuss zu erlegen.
Kleiner Bestand, aber rasche Vermehrung
Wildhüter Daniel Schmid von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern erklärte gegenüber der «Luzerner Zeitung», dass es in den letzten Jahren vermehrt Hinweise auf Wildschweine an der Rigi gegeben habe. Bereits 2025 wurden Schäden und eine kleine Rotte in Greppen nachgewiesen. Insgesamt geht Schmid von einem kleinen Bestand im Kanton Luzern aus, warnt aber vor der schnellen Vermehrung der Tiere.
Während Wildschweine durch das Auflockern des Waldbodens zur Biodiversität beitragen, können sie auf landwirtschaftlichen Flächen grossen Schaden anrichten. Besonders betroffen sind Futterwiesen, die sich nur schwer schützen lassen.