«Wir haben den Regen bitternötig»
Schweiz erlebte den zweittrockensten April seit 1897

Im Bündnerland und im Wallis droht Waldbrandgefahr, Seen und Flüsse lechzen nach Wasser. Die Schweiz hat den zweittrockensten April seit Messbeginn 1897 erlebt. Die Natur sehnt sich nach Regen. Meterologe Roger Perret kennt die Aussichten.
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Seit 1897 hatten wir nur einen April, der trockener war.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz geniesst Sonnenschein und bis zu 26 Grad am Wochenende
  • April 2026 war trockenster seit 2007, flächendeckender Regen ab Dienstag erwartet
  • Waldbrandgefahr hoch, Wasserstände knapp, Regen dringend nötig
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Das Wochenende könnte nicht schöner starten! Blauer Himmel und Sonnenschein praktisch in der ganzen Schweiz. Dazu gibt es heute Nachmittag Temperaturen von bis zu 26 Grad. 

Wer fürchtet, am Sonntag folge dann die böse Überraschung, irrt sich. «Auch morgen wird es immer noch schön warm», sagt Roger Perret von Meteo News im Gespräch gegenüber Blick. Auch zeigt sich die Sonne im Osten — im Gegensatz zum Westen — recht häufig.

Das Wetter kippt ab Montag

Während es im Jura und über den westlichen Alpen bereits ab Samstag zu vereinzelten Schauern kommen kann, sitzt der Rest der Schweiz weiterhin auf dem Trockenen. Und das schon seit einem Monat.

«Seit 1897 hatten wir nur einen April, in dem es noch weniger regnete als dieses Jahr», sagt Perret. Rekordhalter ist der April 2007. Gut nur, dass das Wetter ab Montag etwas umschwenkt und das lang ersehnte Nass mit sich bringt. 

«Nächste Woche wird das Wetter unbeständig», so der Meteorologe. Flächendeckend kommt es am Dienstag und Mittwoch zu Regenschauern und Gewittern. Die Temperaturen nehmen ab Montag kontinuierlich ab und fallen auf 16 bis 17 Grad. 

Trockenheit wäre im Sommer katastrophal

Laut Roger Perret ist das jedoch noch kein Grund zur Trauer. Im Gegenteil: «Es wird nicht wirklich kühl und wir haben den Regen bitternötig.» Das zeigt sich aktuell an der teilweise erheblichen Waldbrandgefahr im Bündnerland und im Wallis. 

Auch der Wasserstand in den Seen und Flüssen ist an der unteren Grenze. «Diese Trockenheit wäre im Sommer katastrophal. Da der Boden aber noch vom Winter gesättigt ist, gibt es derzeit noch keine grossen Auswirkungen», erklärt der Experte. 

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