Darum gehts
- Beim Bergsturz in Blatten VS wurden 160’472 Quadratmeter Bauland zerstört
- Betroffene erhalten 130 Franken pro Quadratmeter als Entschädigung
- 19 Millionen Franken von Glückskette und Bund für Wiederaufbau bereitgestellt
Beim verheerenden Bergsturz von Blatten VS verloren die meisten Bewohnerinnen und Bewohner ihr gesamtes Hab und Gut. Die Naturkatastrophe verursachte massive Verwüstungen, Überschwemmungen und einen vollständigen Verlust von Grund und Boden.
In einer Medienmitteilung, die Blick vorliegt, beziffert die Gemeinde nun die entstandenen Schäden. «Der grösste nicht versicherbare Schaden betrifft den Boden: Insgesamt wurden 160’472 Quadratmeter Bauland verschüttet – sowohl überbautes als auch unbebautes Land mit erheblichem Wert.»
Die Überarbeitung der Gefahrenkarte hat zudem weitreichende Konsequenzen für die betroffenen Gebiete. Dies führt zu totalen Wertverlusten bei den Grundstücken und erschwert die künftige Entwicklung des neuen Dorfes «Blatten 2030», heisst es. Damit die Betroffenen wieder Bauland erwerben und Wohnraum schaffen können, werde dieser Verlust entschädigt. Die Auszahlung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein, erklärt Matthias Bellwald, Gemeinderat von Blatten, gegenüber Blick.
130 Franken Entschädigung pro Quadratmeter
Die Glückskette stellt dafür 15 Millionen Franken, der Bund 4 Millionen Franken zur Verfügung. Das Land wird lastenfrei an die Gemeinde übertragen, damit diese einen neuen Zonen- und Nutzungsplan erarbeiten kann. Die Entschädigung beträgt 130 Franken pro Quadratmeter.
«Diese Lösung ermöglicht es den Betroffenen, wieder in die Zukunft zu blicken – auch wenn für viele ein erheblicher finanzieller Verlust bleibt», betont die Gemeinde. Versicherungsleistungen sowie die Beiträge von Glückskette und Bund reichten nicht aus, um gleichwertigen Ersatz für das verlorene Wohneigentum zu schaffen.
Die Spenden, die direkt an die Gemeinde Blatten überwiesen wurden, werden für diese Bodenentschädigung nicht verwendet, sondern wie vorgesehen für den Wiederaufbau des Dorfes eingesetzt.