So kam es zum Drama in Crans-Montana
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Feuer-Hölle in Bar:So kam es zum Drama in Crans-Montana

Cyane Panine (†24) starb im Inferno von Crans-Montana
Das tragische Schicksal der Kellnerin mit Helm

Neue Details zur Brandkatastrophe von Crans-Montana: Bei der Kellnerin mit dem Helm, die den Brand wohl auslöste, handelte es sich um Cyane Panine (†24). Die Kellnerin starb in der Silvesternacht, nachdem Reanimationsversuche gescheitert waren.
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Cyane Panine war Kellnerin in der Bar Le Constellation – und ist in der Silvesternacht beim Brand gestorben.
Foto: Facebook

Darum gehts

  • Brandkatastrophe in Crans-Montana am 31. Dezember 2025 forderte 40 Tote und 116 Verletzte
  • Kellnerin Cyane Panine (†24) löste Feuer wohl unabsichtlich mit Wunderkerzen aus
  • Verschlossene Tür verhinderte Flucht, auch die von Panine und Party-Gästen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Videos von ihr sind um die Welt gegangen: die Kellnerin mit Helm aus der Inferno-Bar Le Constellation in Crans-Montana VS. In der schicksalhaften Silvesternacht trägt sie Champagnerflaschen, die mit brennenden Wunderkerzen versehen sind. Dabei sitzt sie auf den Schultern einer maskierten Person. Nichts ahnend kommt sie mit dem Feuerwerk nahe an die mit brennbarer Schallisolation versehene Decke, die plötzlich Feuer fängt – und innert Minuten den ganzen Raum in Brand setzt.

Es war der Beginn der Katastrophe, die zu 40 Toten und 116 Verletzten führte. Daraufhin fragte sich die ganze Welt: Wer ist diese Frau – und hat sie überlebt?

Die Kellnerin starb beim Inferno

Jetzt wird klar: Bei der Helm-Frau handelt es sich um Cyane Panine (†24). Bekannt war schon zuvor, dass die junge Französin in der Bar als Kellnerin angestellt war – und beim verheerenden Brand ihr Leben verlor. Auf Social Media wurden in den letzten Tagen Aussagen und Fotos geteilt, die beweisen sollen, dass Cyane Panine die Frau mit dem Helm ist. Das auffälligste Indiz dabei: die extrem langen, blonden Haare – in der Silvesternacht zu einem Zopf geflochten, der hinten aus dem Helm ragt.

Der «Tages-Anzeiger» berichtete gestern Montag, dass der Redaktion Einvernahmeprotokolle des Bar-Betreiberpaars Moretti vorliegen. Daraus gehe hervor, dass das Paar die Frau auf Fotos der Aktion eindeutig identifiziert habe: Die verstorbene 24-Jährige sei eng vertraut gewesen mit dem Betreiberpaar.

Vergebliche Versuche der Wiederbelebung

Gemäss der Protokolle erklärte Jacques Moretti (49) zur Silvesternacht, dass er nach dem Brand versuchte, in die Bar zu gelangen. Über den Haupteingang sei das nicht gelungen. Erst über eine Servicetür konnten er und ein Begleiter sich Zutritt verschaffen. Diese Tür sei jedoch von innen verriegelt gewesen – was wohl mehreren Partygästen das Leben kostete. Weshalb, könne er nicht sagen, so Moretti.

Hinter der Tür hätten die Männer mehrere Personen reglos am Boden liegend gefunden, die sie ins Freie zogen. Darunter habe sich die junge Kellnerin befunden. «Wir haben über eine Stunde lang versucht, sie wiederzubeleben – bis die Rettungskräfte uns sagten, dass es zu spät sei», so Moretti.

Über die 24-jährige Kellnerin Cyane Panine sagte Barbetreiberin Jessica Moretti (40) der Polizei: «Sie war für uns wie eine Schwiegertochter, wie meine kleine Schwester. Sie hat Weihnachten mit uns verbracht. Ich bin am Boden zerstört.» 

«In der Blüte ihres Lebens verstorben»

Blick hat Anwältin Sophie Haenni kontaktiert. Sie vertritt die Familie von Cyane Panine und erklärt: «Meine Mandanten haben ihre Tochter, ihre Schwester verloren. Ihnen wurde ein geliebter Mensch genommen, eine wunderbare Person.» Panine sei offensichtlich ein Opfer dieser tragischen Ereignisse. «Sie ist in der Blüte ihres Lebens verstorben. All ihre Träume wurden zerstört!»

Ob es tatsächlich ihre Tochter war, die den Brand ausgelöst hat, kann die Familie vor Abschluss der Ermittlungen nicht bestätigen. Was laut den Angehörigen klar ist: «Am Abend des 31. Dezember bestand ihre Aufgabe im Erdgeschoss darin, die Gäste zu empfangen und sie zu platzieren. Sie war nicht dafür vorgesehen, den Service am Tisch zu übernehmen», sagt Anwältin Haenni. «Frau Jessica Moretti bat sie, sich aufgrund der grossen Anzahl bestellter Flaschen ins Untergeschoss zu begeben, um ihren Kollegen zu helfen.» Panine sei dieser Anweisung gefolgt, habe ihre Arbeit verrichtet – und das in Anwesenheit von Geschäftsführerin Moretti.

«Sie ist zweifellos ein Opfer»

Haenni erklärt zudem: «Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Brand durch die Vielzahl gleichzeitig an derselben Stelle entzündeter Kerzen ausgelöst wurde. Die Ermittlungen werden dies jedoch klären müssen.» Und: «In jedem Fall hätte der Tod von 40 Personen und mehr als hundert Verletzte vermieden werden können, wenn die Sicherheitsnormen eingehalten und entsprechende Kontrollen durchgeführt worden wären.» Cyane Panine trage keinerlei Verantwortung. 

Besonders tragisch: «Cyane wurde niemals über die Gefährlichkeit der Decke informiert und erhielt keinerlei Schulung im Bereich der Sicherheit», so Haenni. «Sie ist zweifellos ein Opfer! Wären die Brandschutzvorschriften eingehalten worden, wäre es schlichtweg nicht zu einem Brand gekommen.»

Eltern kritisieren verschlossene Tür

Die Eltern von Cyane Panine hatten schon früher über ihre verstorbene Tochter geredet – so etwa in einem Interview beim französischen Sender France 3. Die Mutter erklärte: «Sie war nicht nur von aussen schön, sondern hatte auch ein schönes Herz und eine schöne Seele.» 

Ihre Eltern können bis heute nicht verstehen, warum die Tür – der rettende Ausgang – verschlossen war. «Natürlich wollte sie fliehen», sagte der Vater. «Sie wollte auch Gästen zur Flucht verhelfen, aber leider war da … diese Tür, die sich nicht öffnen lässt.» Für die Eltern «ist 2026 die Sonne nicht aufgegangen».

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