Darum gehts
- Hitzewelle in der Schweiz löste am 30. Juli heftigen Sturm aus
- Am Neuenburgersee kippt ein Segelschiff, Rettungskräfte im Einsatz
- Böen über 100 km/h, Flughafen Zürich musste Landungen umleiten
Während an vielen Orten in der Schweiz am Donnerstag die Allzeit-Temperaturrekorde geknackt wurden, kam es in der Region rund um den Neuenburgersee am Nachmittag zu einen heftigen Sturm. Laut Meteo Schweiz fegten zeitweise Böen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometern pro Stunde über die Westschweiz.
Videos und Fotos von Blick-Lesern zeigen das Wetterchaos. «Die Sturmfront kam aus dem Nichts. Es gab auch keinen Regen oder ein Gewitter, wirklich nur extrem starken Wind», schreibt eine Blick-Leserin aus Estavayer Le Lac FR. Es habe so stark gewindet, dass die Seile einiger Boote im Hafen beinahe gerissen wären. «Ein Segelschiff war draussen bei dem Sturm, doch dieses ist umgekippt.» Die Blick-Leserin habe Rettungskräfte auf dem See beobachtet, die einigen Surfern helfen mussten.
Andere Videos vom Neuenburgersee zeigen einen hohen Wellengang und viele Badegäste, die sich vor dem Sturm in Sicherheit bringen. Am Donnerstagabend hatte sich die Situation in der Westschweiz wieder beruhigt.
Auch Flughafen Zürich von Sturmböen betroffen
Die Sturmfront bewegte sich im Laufe des Tages Richtung Osten. Am Donnerstagabend hatte sie die Region Zürich erreicht. Der Flughafen Zürich musste deswegen mehrere Flugzeuglandungen auf die Piste 28 verschieben, wie es auf Anfrage von Blick heisst. «Der Flughafen war auf die Sturmböen vorbereitet. Es kam zu keinen Zwischenfällen.»
Der Swiss-Flug LX1889 von Bukarest nach Zürich musste seinen Landeanflug am Donnerstagabend jedoch abbrechen und durchstarten. Dies hatte laut dem Flughafen jedoch nichts mit der Wettersituation zu tun. «Die Landebahn war zum geplanten Landezeitpunkt noch von einer anderen Maschine besetzt.»