Darum gehts
- Grossbrand in Genf: Rue du Cendrier 2 betroffen seit Donnerstagnachmittag
- Viertel wurde evakuiert, Flammen schlagen aus dem Dach
- Feuerwehr und Polizei mobilisierten zahlreiche Einsatzkräfte für den Brand
Am Donnerstag brach gegen 14 Uhr ein Grossbrand in einem Gebäude in der Rue du Cendrier 2 in Genf aus. Die Kantonspolizei und die Feuerwehr und Rettungsdienste SIS bestätigten den Vorfall gegenüber Blick. Es gingen etwas mehr als 70 Anrufe ein, die den Brand meldeten. «Die Lage ist nun unter Kontrolle», so Nicolas Millot, Sprecher des SIS. Es sind keine Opfer zu beklagen.
Es wurden umfangreiche Einsatzkräfte mobilisiert. Insgesamt waren 35 Berufs- und Freiwillige Feuerwehrleute sowie neun Fahrzeuge im Einsatz. Das Viertel wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Vom Wind in Genf getrieben, breitete sich der Rauch bis nach Pâquis aus und war schon von weitem sichtbar. Auf Bildern, die Blick übermittelt wurden, schlugen gewaltige Flammen aus dem Dach des Gebäudes, begleitet von dichtem schwarzem Rauch. Die polizeilichen Ermittlungen werden die Ursachen des Brandes klären.
Gasflaschen auf dem Dachboden
Um den Brand unter Kontrolle zu bringen, bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen sowohl vom Inneren des Gebäudes aus als auch vom Dach aus. Zwei grosse Leitern wurden aufgestellt, eine von der Rue du Cendrier und die andere von der Rue Kléberg aus. Auf dem Dachboden befinden sich Gasflaschen, die derzeit gekühlt werden, um jegliches zusätzliche Risiko auszuschliessen.
Der Einsatz ist jedoch noch lange nicht beendet. Die eine Spezialeinheit der Feuerwehr muss Seile am Dachstuhl anbringen, um die Einsatzkräfte zu sichern, die die letzten Brandherde löschen sollen. Es steht ihnen noch eine langwierige Arbeit ab, bei der sie das Dach abtragen müssen, um mögliche, im Dach versteckte Glutnester aufzuspüren.
Neben dem Wind erschweren auch die derzeitigen hohen Temperaturen von 35 Grad die Arbeit der Rettungskräfte. Die Feuerwehrleute müssen ohnehin schon die Hitze der Flammen ertragen, während sie schwere Schutzausrüstung tragen.