Gefahr von Eisregen am Donnerstag
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Wetter für die nächsten Tage:Gefahr von Eisregen am Donnerstag

«Weichen funktionieren bei der grossen Kälte nicht richtig»
Minusgrade sorgen für Verspätungen im Pendlerverkehr

Am Dienstag kommt es in Teilen der Schweiz im Bahnverkehr zu Verspätungen. Die aktuellen Minusgrade haben zu einigen technischen Problemen geführt. Vor allem die Weichen machen Probleme.
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Dieser Eurocity war sogar 30 Minuten zu spät.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

  • S-Bahnen im Raum Zürich am Dienstagmorgen teils verspätet
  • Eiseskälte sorgt für technische Probleme
  • Auch Wiederinbetriebnahme von Zügen gestaltete sich schwer
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Marian NadlerRedaktor News

Am Dienstag ist Frieren am Bahnsteig angesagt. Mehrere Leserreporter melden sich bei Blick, weil ihre Bahnen nicht pünktlich fahren. Gemeldet wurden unter anderem Verspätungen zwischen Winterthur und Zürich, an der Zürcher Goldküste und zwischen Lenzburg AG und Luzern. Als Gründe wurden teils wetterbedingte, teils technische Probleme angegeben.

Die Unpünktlichkeiten hielten den ganzen Morgen bis in den Vormittag an. Die Störung betraf auch die Verbindungen am Bahnhof Arth-Goldau SZ, wie eine Leserreporterin um kurz vor 11 Uhr sagte. «Die Menschen ballen sich im Coop Pronto und kkiosk, denn das einzige geheizte Warteräumli hat nur knapp 10 Quadratmeter», berichtete sie. Die Temperaturen liegen dort bei eisigen -9 Grad. Damit nicht genug: Wegen eines «Ereignisses in Italien» waren die meisten Fernverbindungen vom Süden schon seit dem frühen Morgen stark verspätet und Anschlüsse nicht gewährleistet.

Was steckt hinter dem Bahnchaos? Reto Schärli, Mediensprecher der SBB, teilt auf Anfrage von Blick mit: «Es kommt aktuell zu verschiedenen Störungen. Manche Weichen funktionieren bei der grossen Kälte nicht richtig. Auch bei der Wiederinbetriebnahme der Züge heute früh gab es Probleme und Verspätungen.»

Auch Raum Basel betroffen

Schuld an den Problemen seien die tiefen Temperaturen der letzten Tage. Vielerorts lagen diese bei –10 Grad oder weniger. Schärli betont: «Die Züge fahren, es kommt aber noch zu Verspätungen.»

«Wir haben 7500 Weichenheizungen auf dem ganzen Netz. Diese laufen aufgrund der sehr kalten Temperaturen seit Tagen unter Volllast – da sind Störungen leider nicht ausgeschlossen», erläutert SBB-Mediensprecherin Carmen Hefti am Dienstagvormittag. «Meteorologisch stehen uns weitere eisige Tage bevor – es bleibt also eine herausfordernde Zeit. Wir entschuldigen uns bei den Reisenden für die Unannehmlichkeiten», erklärt sie.

Auf der Störungsseite der SBB wird zudem eine Einschränkung bis 9 Uhr zwischen Basel SBB und Laufen angegeben. Betroffen sind die Linien S3 und S31. Pendler müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.

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