Darum gehts
- Ein Fasnachtswagen in Plaffeien FR sorgt am 13. Februar 2026 für Empörung
- Die Polizei prüft Rassismusvorwürfe wegen eines Flüchtlingsbootes mit Babypuppen
- Ein Zuschauer mit afrikanischen Wurzeln erstattete Anzeige wegen Diskriminierung
Ein Fasnachtswagen in Plaffeien FR sorgt für Diskussionen. Während des Umzugs am Freitag präsentierte eine Gruppe ein selbstgebasteltes Flüchtlingsboot mit der Aufschrift «Mittelmeer-Taxi» und schwarzen Babypuppen. Begleitet wurde dies von Personen, die sich mit traditionell muslimischen Klamotten verkleidet hatten, inklusive schwarz gefärbter Gesichter und Perücken. Laut «20 Minuten» fühlten sich mehrere Zuschauer durch diese Darstellung beleidigt. Auch bei Blick meldete sich ein irritierter Augenzeuge.
Der Fasnachtsumzug zog auch Primarschulkinder an, was laut einem Augenzeugen besonders besorgniserregend war. Die Polizei untersucht, ob der Fasnachtswagen die Anti-Rassismus-Strafnorm verletzte. Ein Zuschauer des Umzuges erstattete Anzeige, da er die Darstellung als diskriminierend empfand. Er habe selbst afrikanische Wurzeln und sei von der Kostümidee persönlich getroffen.
Sujets waren nicht im Voraus bekannt
Das Organisationskomitee des Umzugs, bestehend aus der Guggenmusik Dütschbach-Schlorggeschlüüpfer und der Primarschule Plaffeien, betonte gegenüber «20 Minuten», dass die kontroversen Sujets nicht im Voraus bekannt waren. Sie distanzierten sich von der umstrittenen Aktion. Die Familie hinter dem Sujet wollte sich nicht äussern. Die Ermittlungen der Kantonspolizei Freiburg laufen.