Einen Organisator des Sühudiumzug gibt es nicht. «Der Umzug «formiert sich einfach», schreibt die Einsiedler Fasnachtsgesellschaft Goldmäuder. Ab 8 Uhr belebe sich der Dorfplatz. «Um neun Uhr gehen die ersten Tüüfel los, ohne Kommando oder anderer Anweisung in Richtung Kloster.»
Die Teufel sehen mit ihren roten Zungen und riesigen Hörnern urchig schrecklich aus. Sie sind mit Mistgabeln ausgerüstet und haben die Aufgabe, die Bevölkerung des Pilger- und Klosterdorfes Einsiedeln an die Fasnacht zu holen. Ihnen folgen die Trychler und dann das Heer der wild zusammengewürfelten Sühudis.
Sühudis gibt es nur in Einsiedeln. Auch wenn der Name danach tönt, «mit unappetitlichen Dingen» hätten sie nichts zu tun, versichern die Goldmäuder.
Eine vorgeschriebene Kostümierung gibt es für die Sühudis nicht. Alle, die eine gute Idee für ein Sujets haben, können sich mit alten Kleidern und einer Larve nach dem persönlichen Geschmack in einen schaurigen oder skurillen Sühudi verwandeln und am Umzug teilnehmen. Ein echter Sühudi intrigiert, das heisst er treibt mit dem am Strassenrand stehenden Publikum seine Scherze.
Die Fasnacht war am frühen Güdelmontag in Einsiedeln von Trychlern eingeläutet worden. Am Nachmittag zieht ein Wagenumzug durch das Dorf. Die Trychler beenden am Dienstagabend die Fasnacht, dies nachdem der Pagat, die Einsiedler Fasnachtfigur, verbrannt worden ist.