Türkises Wunder im Waadtland
Die traurige Geschichte hinter diesem Naturspektakel

Aus einer kleinen Wasseransammlung wurde ein Naturspektakel. In den Waadtländer Alpen zeigt sich ein Gletschersee von seiner schönsten Seite.
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Das Teufelsbad ist wunderschön, aber eiskalt. Aus Sicherheitsgründen darf man darin nicht baden.
Foto: Glacier 3000

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Auf dem Teufelsgletscher entstand ein spektakulärer türkisfarbener See durch Schmelze
  • Der See heisst «Le Bain du Diable» und fasziniert Besucher besonders
  • Erreichbar per Ice-Express in Ormont-Dessus VD, Baden ist verboten
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Hochalpine Landschaften halten jede Menge Überraschungen bereit. Wer bereits auf 3000 Metern unterwegs war, weiss, wie extrem und wechselhaft die Wetterbedingungen sein können. Auch die Natur befindet sich durch das Klima in stetigem Wandel. Ein schönes, aber auch trauriges Beispiel dafür findet sich derzeit auf dem Teufelsgletscher in den Waadtländer Alpen.

Infolge des schmelzenden Gletschers wurde aus einer bisher kleinen Wasseransammlung in den letzten Wochen ein strahlend türkiser See. «Jeden Sommer verändert sich der Gletscher. Dieses Jahr ist der See besonders eindrücklich und bietet den Besucherinnen und Besuchern ein faszinierendes Naturschauspiel», betont Bernhard Tschannen, CEO von Glacier 3000.

Mit dem Ice-Express-Sessellift erreichbar

Der See trägt den passenden Namen Le Bain du Diable – auf Deutsch Teufelsbad. Ein Besuch lohnt sich vor allem zwischen Mai und Juli, dann zeigt er sich von seiner besten Seite. Baden darf man darin aber aus Sicherheitsgründen nicht.

Auf dem Glacier-3000-Gebiet in der Gemeinde Ormont-Dessus VD gelegen, ist der See über die Station Scex Rouge mit dem Ice-Express-Sessellift erreichbar. Ein gesicherter Wanderweg führt von der Station in wenigen Minuten zum Gletschersee.

Wer im Sommer den hohen Temperaturen im Flachland für eine Zeit entfliehen möchte, findet in der Schweiz zahlreiche Ausflugsziele in den Bergen. Blick zeigt weitere spektakuläre Gletscherseen. 

Steinsee BE

Eingebettet zwischen den Bergen der Urner Alpen, liegt der Steinsee südlich des beliebten Sustenpasses. Er befindet sich auf einer Höhe von etwa 1932 Meter über Meer. Sein Wasser speist er direkt aus dem darüberliegenden Steingletscher. Durch das Schmelzwasser ist der See auch im Sommer eiskalt – mehr als fünf Grad liegen im Normalfall nicht drin. 

Der Steinsee in Bern liegt auf etwa 1932 Meter über Meer südlich des beliebten Sustenpasses.
Foto: Shutterstock

Jöriseen GR

Nur ein paar Bushaltestellen von Davos entfernt, startet eine der schönsten Wanderrouten Graubündens. Diese führt einen über das felsige Gelände des Flüelagebiets hoch, bis man auf einer Höhe von etwa 2500 Meter über Meer plötzlich mehrere Bergseen bestaunen kann. Während die meisten eine tiefblaue Farbe haben, ist der grösste der Jöriseen türkis. Das liegt daran, dass er direkt vom Schmelzwasser des Jörigletschers versorgt wird. 

Eine spektakuläre Wanderroute in der Nähe von Davos führt an den tiefblauen Jöriseen inmitten von karger Berglandschaft vorbei.
Foto: Shutterstock

Wildsee SG

Der im Kanton St. Gallen liegende Wildsee zeugt von dem ehemaligen Pizolgletscher, der unterdessen fast komplett geschmolzen ist. Der See liegt auf einer Höhe von 2435 Meter über Meer und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Sportfischer. Seit über 40 Jahren wird er mit kanadischen Seeforellen besetzt und wer sich ein Tagespatent besorgt hat, darf während der Sommersaison (15. Juli bis Ende September) im Wildsee angeln. 

Auch wenn von dem Pizolgletscher beinahe nichts mehr übrig ist, lockt der dazugehörige Wildsee noch Wander- und Angelfreunde an.
Foto: Shutterstock
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