Schäden und Einsturzgefahr
Bootshafen Härggis in Nidwalden gesperrt

Beim Bootshafen Härgis zwischen Beckenried und Volligen am Vierwaldstättersee wurden verschiedene Schäden an der Hafenanlage festgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde er gesperrt.
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Der Bootshafen Härggis ist gesperrt.
Foto: Kanton Nidwalden
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Angela RosserJournalistin News

Der Bootshafen Härggis im am Ufer unterhalb von Emmetten im Kanton Nidwalden musste mit sofortiger Wirkung komplett gesperrt werden. Im Rahmen einer technischen Untersuchung wurden gravierende Schäden an der Hafenanlage festgestellt, die zwischen Beckenried und Volligen liegt. Eine akute Einsturzgefahr könne nicht mehr ausgeschlossen werden, heisst es.

Teileinbrüche und beschädigtes Fundament

Besonders betroffen sind die Hafenmole, wo es bereits zu Teileinbrüchen kam, Teile der Seemauer und das Fundament der gesamten Anlage. Weiter sind an mehreren Stellen deutliche Risse, Absenkungen und Verformungen sichtbar. Durch den permanenten Wellengang und weil die Anlage der Witterung ausgesetzt ist, droht sich der Zustand ohne Massnahmen rasch zu verschlechtern.

Der Hafen befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Emmetten und ist im Eigentum des Kantons Nidwalden. Früher diente die Anlage bei Sturm als wichtige Notanlegestelle sowie als öffentlicher Tauchplatz. Seit 1998 wird der Hafen – ausser in Notfällen – jedoch nur noch privat genutzt.

Absperrung und Verbotsschilder

Um Unfälle zu verhindern, hat der Kanton als Grundeigentümer den Hafen bis auf Weiteres für jegliche Nutzung geschlossen. Entsprechende Absperrungen und Verbotsschilder wurden bereits angebracht. Dieser Schritt stützt sich auf das Gutachten eines externen Fachbüros.

Der Kanton Nidwalden prüft derzeit, wie die Anlage gesichert oder sanierungsfähig gemacht werden kann. Da die Planungen erst am Anfang stehen, gibt es aktuell noch keine Angaben zu den potenziellen Kosten oder dem zeitlichen Umfang der Massnahmen.

Gesunkene Hafenmole in Zürich

Erst im März kam es in Zürich zu einem ähnlichen Zwischenfall. Im Hafen Zürich Tiefenbrunnen war ein Teil der Beton-Mole abgesunken. Auch mehrere Schiffe fielen dem Vorfall zu Opfer.

Andere Schiffe im Hafen wurden in Sicherheit gebracht. Kontrollen der Uferzone hat in diesem Fall ergeben, dass keine weiteren Massnahmen erforderlich seien.

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