Datenabfluss bei Publica
Polizei warnt vor Betrugsmaschen nach Pensionskassen-Hack

Bei einem Cyberangriff auf einen Softwarelieferanten der Bundespensionskasse Publica sind Daten abgeflossen. Die Polizei warnt nun vor Betrugsmaschen durch gestohlene Daten.
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Die Kantonspolizei Genf warnt nach dem Abfluss von Daten bei der Pensionskasse Publica vor zunehmenden Betrugsversuchen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO/Silas Stein
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Die Kantonspolizei Genf warnt infolge eines Datenabflusses bei der Pensionskasse des Bundes Publica vor zunehmenden Betrugsversuchen. Am Donnerstag bestätigte der Bund, dass es aufgrund eines Cyberangriffs auf einen externen Softwarelieferanten der Pensionskasse Publica zu einem Datenabfluss gekommen sei.

Das Unternehmen habe den Angriff Ende September festgestellt und Strafanzeige erstattet, teilte Publica am Donnerstagmorgen mit. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Publica ist für die berufliche Vorsorge von Bundesangestellten und weiteren angeschlossenen Organisationen zuständig. Welche Daten vom Angriff betroffen sind, werde derzeit gemeinsam mit den zuständigen Bundesstellen abgeklärt, heisst es in der Mitteilung.

Gestohlene Daten bleiben lange im Umlauf

Infolge des Datenabflusses könnten personalisierte Betrugsversuche per E-Mail, SMS oder Telefon wieder zunehmen, warnt die Kantonspolizei Genf. Denn über abgeflossene Daten könnten Betrüger etwa an Namen, die Adresse und manchmal auch die genaue Verbindung zwischen einer Person und der gehackten Organisation gelangen.

Bei der Kontaktaufnahme könnten diese gezielt gegen die potenziellen Betrugsopfer eingesetzt werden, um an die Bankdaten zu gelangen. Das Risiko für solche Betrugsversuche bestehe dabei auch für längere Zeit. Denn gestohlene Daten blieben noch lange nach dem Vorfall im Umlauf, warnt die Polizei.

Was kann ich tun?

Um richtig auf Betrugsversuche zu reagieren, empfiehlt die Kantonspolizei Genf:

  • Reagiere niemals auf eine E-Mail, eine SMS oder einen Anruf, bei dem nach persönlichen Daten oder Bankdaten gefragt wird, selbst wenn eine bekannte Einrichtung und korrekte Informationen genannt werden.
  • Klicke auf keinen Link, lege bei einem Anruf auf und kontaktiere die Organisation anschliessend selbst über den offiziellen Kanal.
  • Ändere das Passwort des betroffenen Kontos überall dort, wo es verwendet wird, und aktiviere die zweistufige Authentifizierung.
  • Überwache deine Kontoauszüge und melde jede unbekannte Transaktion der eigenen Bank.
  • Achte auf Rechnungen oder Verträge im Zusammenhang mit Vorgängen, die du nie getätigt hast. Dies kann ein mögliches Anzeichen für Identitätsdiebstahl sein.
  • Im Falle eines Versuchs oder eines Geldverlusts durch einen Betrug benachrichtige sofort deine Bank und erstatte anschliessend Anzeige.
  • Ein erfolgloser Versuch kann unter cybercrimepolice.ch gemeldet werden. In jedem Fall wird empfohlen, die Beweise aufzubewahren. In dringenden Fällen wähle die 117.
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