«Ganz Stettfurt liegt mit Magen-Darm-Beschwerden flach»
Jetzt ist klar, warum das Trinkwasser in Stettfurt verunreinigt war

Das Trinkwasser in der Thurgauer Gemeinde Stettfurt war verunreinigt. Auf dem Gemeindegebiet wurden mehrere Krankheitsfälle gemeldet. Nun ist klar, woran die Verschmutzung lag.
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In Stettfurt war das Trinkwasser verunreinigt.
Foto: Google maps

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stettfurt im Thurgau hatte mikrobiologisch verunreinigtes Trinkwasser
  • 50 Kinder der Primarschule waren krank, Symptome ähneln Colibakterien-Infektionen
  • Nun hat die Gemeinde über die Hintergründe informiert
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In der Gemeinde Stettfurt im Kanton Thurgau war das Wasser mehrere Tage nicht mehr trinkbar. Es war mikrobiologisch verunreinigt, wie die Gemeinde am vergangenen Dienstag auf ihrer Website erklärte. Mehrere Blick-Leser meldeten daraufhin, dass Dutzende Einwohner von Stettfurt über Magen-Darm-Beschwerden klagen. Die Gemeinde bestätigte zudem, dass sie Kenntnis von den Erkrankungen hat. 

Am Montag erklärte die Gemeinde die Hintergründe der Verschmutzung. Bachwasser vermischte sich in einem Betrieb mit Leitungswasser, wie das «St. Galler Tagblatt» berichtet. Wasser aus der Lauche hat sich in einem Betrieb für Gemüsekulturen mit Trinkwasser vermischt. Dies hätten Analysen des kantonalen Labors gezeigt. 

In einer Medienmitteilung zum Fall des verunreinigten Trinkwassers in Stettfurt erklärten die Behörden, dass das Bezugsverbot für einen Teil der Gemeinde weiterhin aufrechterhalten werden muss, schreibt die Zeitung. Dies gelte, obwohl inzwischen mit hoher Wahrscheinlichkeit geklärt sei, was zur Verunreinigung des Trinkwassers geführt hat.

52 Kinder am Montag krank

Zuvor meldeten sich viele Personen bei Blick und berichteten von Symptomen. «Meine Mutter hat davon getrunken», sagte ein Leser am Mittwoch gegenüber Blick, der ein Haus in Stettfurt besitzt. Er habe zudem gehört, dass über 50 Kinder der örtlichen Primarschule krank seien. «Sie haben Durchfall und müssen erbrechen. Es sind auch viele Erwachsene betroffen.» Ein weiterer Leser ergänzt: «Ganz Stettfurt liegt flach.»

Schulpräsident Charly Dohr bestätigt auf Blick-Anfrage, dass es am Montag 52 Krankmeldungen gab, am Dienstag waren noch 35 von 150 Kindern krank und am Mittwoch waren es noch 32. Dohr betont jedoch: Es sei nicht sicher nachgewiesen, dass die Kinder aufgrund des Trinkwassers erkrankt seien. 

Gemeindepräsident: «Wir wissen von erkrankten Erwachsenen und Kindern»

Auf Anfrage erklärte die Gemeinde vergangene Woche, dass ihr keine Zahlen zu aktuellen Krankheitsfällen vorliegen. «Uns ist nicht bekannt, dass überwiegend Kinder erkrankt sind. Wir wissen von erkrankten Erwachsenen und Kindern», betont Gemeindepräsident Markus Bürgi gegenüber Blick. 

Die Krankheitsfälle sind der Gemeinde laut Bürgi seit Anfang der Woche bekannt. «Die Symptome, von denen wir erfahren haben, können Colibakterien zugeordnet werden.»

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