Oxyle gewinnt den Green Business Award
Sie stoppen die unsichtbare Gefahr im Trinkwasser

PFAS belasten Umwelt und Gesundheit und gelten als unzerstörbar. Das ETH-Spin-off Oxyle hat nun einen Weg gefunden, diese sogenannten Ewigkeitschemikalien permanent zu zerstören und gewinnt dafür den Green Business Award – verliehen von Doris Leuthard.
Preisverleihung in Gstaad: Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland, mit Fajer Mushtaq von Oxyle, ETH-Klimaforscher und Jurymitglied Reto Knutti und Jurypräsidentin Doris Leuthard (v. l. n. r.).
Foto: Yannick Romagnoli / Deeds
Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von Green Business Switzerland

Sie kommen in zahlreichen Alltagsprodukten vor, etwa in Outdoorkleidung, beschichteten Pfannen oder Kosmetik: per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, kurz PFAS. Weil sie sich kaum zersetzen, reichern sie sich über Jahrzehnte in Böden, Gewässern und im menschlichen Körper an. Studien, die im Auftrag des Bundesamts für Umwelt durchgeführt wurden, konnten PFAS sogar auf dem Matterhorn nachweisen – ebenso im Blut von Menschen. Die Stoffe stehen unter Verdacht, krebserregend zu sein, das Risiko für Unfruchtbarkeit zu erhöhen sowie das Immun- als auch das Hormonsystem zu schädigen.

Ewigkeitschemikalien dauerhaft abbauen

Das ETH-Spin-off Oxyle mit Sitz in Schlieren ZH hat den Ewigkeitschemikalien deshalb den Kampf angesagt und eine Lösung entwickelt, die PFAS nicht nur aus dem Wasser entfernt, sondern permanent eliminiert. Mit dem innovativen Verfahren wurden bereits über eine Million Liter Wasser gereinigt. Die Technologie überzeugte auch die unabhängige Stiftung Green Business Switzerland: Sie zeichnete Oxyle mit dem diesjährigen Green Business Award aus, der am Freitag, 13. Februar, im Rahmen von Impact Gstaad verliehen wurde.

«Die Einordnung von PFAS-Belastungen ist noch neu und vieles unklar», sagt Jurypräsidentin Doris Leuthard. «Sicher ist: Neben politischen Lösungen zur Verhinderung von PFAS braucht es auch Ansätze wie jene von Oxyle, mit denen sich bereits im Umlauf befindliche Chemikalien dauerhaft abbauen lassen.»

Alt Bundesrätin Doris Leuthard (2. v. r.) ist Jurypräsidentin des Green Business Award. Zu den Jury-Mitgliedern gehören unter anderem Patrizia Laeri (Unternehmerin), Michèle Rodoni (CEO Die Mobiliar) und Cédric Habermacher (Direktor Green Business Switzerland).
Foto: David Bieder

Gewässerschutz schon immer ein Thema

Fajer Mushtaq, CEO und Mitgründerin von Oxyle, zeigt sich stolz über die Auszeichnung. «Wir fühlen uns sehr geehrt, dass unsere Arbeit mit dem wichtigsten Nachhaltigkeitspreis der Schweiz gewürdigt wird», sagt sie. «Der Schutz unserer Gewässer ist seit langem ein persönliches Anliegen von mir.» Mushtaq wuchs in der indischen Metropole Delhi auf und wurde bereits in ihrer Kindheit mit Wasserverschmutzung konfrontiert.

PFAS kamen in den 30er-Jahren auf, weil sie fett-, öl- und wasserbeständig waren. Aufgrund ihrer schmutzabweisenden Eigenschaften wurden sie breit eingesetzt. «Was einst als technisches Wunder galt, ist heute ein globales Umweltproblem», so Mushtaq. Schon extrem geringe Mengen wie 4 Nanogramm pro Liter können bei gewissen PFAS für einen toxischen Effekt ausreichen. Das entspreche in etwa einem kleinen Tropfen in 5000 olympischen Schwimmbecken, erklärt Silvan Staufert, Co-Founder von Oxyle. Die Mission ist deshalb klar: «Wir wollen unsere Gewässer sanieren und vor Mikroverschmutzung schützen – bis zum letzten Tropfen», so Staufert.

Fajer Mushtaq, CEO von Oxyle, beim Pitch vor der Jury, der sie ins Final brachte.
Foto: David Biedert

Verfahren funktioniert auch im grossen Stil

Die Lösungen, die Oxyle dafür entwickelt hat, sind massgeschneidert und skalierbar. Und schaffen es insbesondere auch, die bislang schwer abzubauenden kurzkettigen PFAS dauerhaft aus Abwasser zu eliminieren. «Oxyle kann PFAS vom Rest des Abwassers trennen und in einem konzentrierten Strom zurückhalten», erklärt Mushtaq. «Und unsere eigens entwickelte photochemische Reduktionstechnologie baut kurzkettige und ultrakurzkettige PFAS ab und befreit sie von Fluoriden, was bei den meisten anderen Technologien nicht der Fall ist.» Gleichzeitig entwickelt Oxyle Überwachungsfunktionen, die künftig eine Echtzeitverfolgung und Optimierung des Behandlungsprozesses ermöglichen werden.

Technologie mit grossem Potenzial

Mit seinem innovativen Verfahren setzte sich Oxyle gegen zwei weitere Unternehmen durch: das Westschweizer Start-up Voltiris, das Solarmodule für Gewächshäuser entwickelt, sowie Everllence aus Zürich, einen Hersteller von Grosswärmepumpen für CO₂-neutrale Fernwärmesysteme.

Neben der Auszeichnung darf sich Oxyle über ein Preisgeld von 25’000 Franken freuen. Zudem erhält das Unternehmen Zugang zum Investorennetzwerk von Impact Gstaad – eine Chance, die nächste Wachstumsphase voranzutreiben. Ideal für das einstige Start-up, das sich zum Scale-up, also zu einer Firma mit beeindruckendem Skalierungspotenzial, weiterentwickelt hat.

Für Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland, ist Oxyle ein Beispiel für nachhaltige Innovation: «Unsere Finalisten zeigen, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Der Green Business Award macht Unternehmen sichtbar, die Nachhaltigkeit als Businesschance verstehen.»

Das ist der Green Business Award

Der Green Business Award zeichnet seit 2019 jährlich die innovativsten Schweizer Unternehmen aus, die ökologischen Impact mit ökonomischem Erfolg verbinden. In der ersten Phase des Auswahlprozesses nominieren rund 40 nationale Scouts aus Wirtschaft und Umweltschutz die besten Lösungen ihrer Branche. Daraus zeichnet eine interdisziplinär zusammengesetzte Fachjury die fünf besten mit dem Label Green Business Excellence aus. Diese fünf Firmen präsentieren sich mit einem Pitch vor der Hauptjury unter dem Vorsitz von alt Bundesrätin Doris Leuthard. 

Dieser Jury gehören 14 weitere Persönlichkeiten an – unter anderem Reto Knutti (ETH-Professor für Klimaphysik), Michèle Rodoni (CEO Die Mobiliar), Wirtschaftsjournalistin und Unternehmerin Patrizia Laeri sowie Solarpionier Bertrand Piccard und Axpo-CEO Christoph Brand.

Axpo, economiesuisse, Die Mobiliar und Die Schweizerische Post unterstützen den Award als Partnerinnen – und als Vorreiterinnen für Nachhaltigkeit in ihren Branchen.

Der Green Business Award zeichnet seit 2019 jährlich die innovativsten Schweizer Unternehmen aus, die ökologischen Impact mit ökonomischem Erfolg verbinden. In der ersten Phase des Auswahlprozesses nominieren rund 40 nationale Scouts aus Wirtschaft und Umweltschutz die besten Lösungen ihrer Branche. Daraus zeichnet eine interdisziplinär zusammengesetzte Fachjury die fünf besten mit dem Label Green Business Excellence aus. Diese fünf Firmen präsentieren sich mit einem Pitch vor der Hauptjury unter dem Vorsitz von alt Bundesrätin Doris Leuthard. 

Dieser Jury gehören 14 weitere Persönlichkeiten an – unter anderem Reto Knutti (ETH-Professor für Klimaphysik), Michèle Rodoni (CEO Die Mobiliar), Wirtschaftsjournalistin und Unternehmerin Patrizia Laeri sowie Solarpionier Bertrand Piccard und Axpo-CEO Christoph Brand.

Axpo, economiesuisse, Die Mobiliar und Die Schweizerische Post unterstützen den Award als Partnerinnen – und als Vorreiterinnen für Nachhaltigkeit in ihren Branchen.

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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

Kontakt: E-Mail an Brand Studio

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