Es ist ein Fall, der in ein Muster passt: In der Nacht auf Sonntag versuchten laut Inhaber Luca Spalletta (30) drei Männer, in seine Autogarage in Bonau TG einzubrechen. «Sie versuchten, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen», beschreibt der Thurgauer die Szenen gegenüber Blick.
«Sie schlugen mit einem Stein eine grosse Schaufensterscheibe ein – der Sachschaden beläuft sich auf rund 3000 Franken.» Die Täter seien mit ihrem Vorhaben jedoch gescheitert. «Glücklicherweise wurde kein Auto entwendet.»
Spalletta möchte sich besonders bei seiner Nachbarschaft bedanken: «Dank aufmerksamer Nachbarn, die sofort die Polizei alarmierten, waren die Einsatzkräfte in Rekordzeit vor Ort.»
«Sie haben alle in Angst und Schrecken versetzt»
Die Kantonspolizei Thurgau bestätigt auf Anfrage einen Einsatz und den versuchten Einbruch. Ein Franzose (21) konnte festgenommen werden. Die Fahndung nach den Mittätern blieb bisher erfolglos.
«Die Effizienz der Polizei war schlicht beeindruckend», erinnert sich Spalletta an den nächtlichen Einsatz. «Innerhalb weniger Minuten waren sie vor Ort, hochprofessionell und mit voller Präsenz. Dafür möchten wir uns bedanken.»
Die Täter seien laut Spalletta offenbar Teil einer französischen Einbrecherbande. «Sie haben Anwohner und Unternehmer in der Region in Angst und Schrecken versetzt. Wir lassen uns aber nicht einschüchtern.»
Der Fall passt zu einem neuen Phänomen, das derzeit in der Schweiz häufiger vorkommt. Junge Männer, meist mit französischer Staatsbürgerschaft, brechen in Autogaragen ein und versuchen, Luxusautos zu klauen. Diese bringen sie dann in einigen Fällen über die Grenze. Ein besonderer Fall hat sich Mitte Juli ereignet. Zwei junge Franzosen entwendeten einen Ferrari in der Deutschschweiz und wollten ihn über die Grenze bringen. Auf der Flucht vor der Polizei crashten sie in eine Leitplanke.