Darum gehts
- Am St. Galler Hauptbahnhof regnet es durch Lampen und Uhren in Unterführung
- Defekte Pumpe und Ritzen in der Decke liessen Wasser eindringen
- SBB und Feuerwehr reparierten Pumpe, Zugverkehr blieb unbeeinflusst
Blick-Leser Ralph H. staunte nicht schlecht, als er am Samstagabend in der Bahnhofsunterführung Ost am St. Galler Hauptbahnhof Schutz vor dem Gewitter suchte. Aus etlichen Lampen an der Decke floss ein kleiner Wasserfall zu Boden. Sogar aus einer der bekannten SBB-Bahnhofsuhren tropfte es.
«Das ist ja wirklich eine Meisterleistung», schreibt der Blick-Leser dazu. Auch viele andere Pendler hätten sich gefragt, woher das ganze Wasser kommt. «Die Diskussionen um die Bauweise waren an vielen Orten in der Unterführung schnell zu hören.» Ansonsten hätten die Menschen in der Unterführung aber eher verwundert als genervt auf den Indoor-Regen reagiert.
Gewitterzelle und defekte Pumpe
Den SBB ist das Problem bekannt. «Kurz nach 21 Uhr wurde uns das Wasser gemeldet. Neben der Unterführung waren auch die Geschäfte in der Passage betroffen», erklärt SBB-Mediensprecher Moritz Weisskopf.
Grund für die tropfenden Lampen und Uhren war eine Gewitterzelle, die gestern Abend über die Stadt St. Gallen hinwegfegte. Die Decke der Unterführung sei mit der grossen Regenmenge des Gewitters schlicht an ihre Grenzen gestossen. Das Wasser sei durch kleinste Ritzen und Spalten in die Passage eingedrungen.
«Hinzu kommt, dass eine Pumpe defekt war, weshalb sich das Wasser auf dem Boden sammelte», erklärt Weisskopf weiter. Das habe bei den Pendlern für nasse Füsse gesorgt. Ein SBB-Interventionsteam musste deshalb zusammen mit der Feuerwehr ausrücken, um die defekte Pumpe zu reparieren. Das Gewitter habe aber glücklicherweise keinen Einfluss auf den Zugverkehr am Bahnhof gehabt.