«Das habe ich in fast 50 Jahren noch nie erlebt»
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Camping-Gast über Wellen:«Das habe ich in fast 50 Jahren noch nie erlebt»

Suche nach zwei Männern
Polizei geht bei vermissten Stand-up-Paddlern von Ertrinkungstod aus

Am Donnerstag waren fünf Personen mit Stand-up-Paddle-Boards auf dem Walensee unterwegs. Ein plötzlich aufkommender Sturm überraschte die Gruppe. Zwei Männer (32) werden noch immer vermisst.
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Am Donnerstag wurden mehrere SUP-Fahrer von einem Sturm überrascht
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Angela RosserJournalistin News

Auf dem Walensee ist es zu einem tragischen Unglück gekommen. Wie die Kantonspolizei Glarus meldet, seien am Donnerstag gegen 18.55 Uhr, fünf Stand-up-Paddler auf dem Walensee von einem plötzlich aufkommenden Sturm überrascht worden. Die Gruppe soll vom Ufer des Gäsi (Gemeinde Glarus Nord) gestartet sein. In der Seemitte zwischen Lago Mio (Weesen) und der ehemaligen Raststätte Mühlehorn seien sie in Schwierigkeiten geraten, schreibt die Polizei

Gemäss Polizei konnten zwei Personen selbständig ans Ufer schwimmen. Eine weitere wurde von der Seerettung geborgen. Zwei von ihnen seien mit Schwimmwesten ausgerüstet gewesen. Zwei weitere Personen werden seither vermisst. 

Polizei befürchtet Ertrinkungstod

Wie die Kantonspolizei Glarus am Samstagmorgen schreibt, handelt es sich bei den Vermissten um zwei Männer im Alter von 32 Jahren. Diese sollen keine Schwimmwesten getragen haben und könnten nicht gut schwimmen, heisst es weiter.

Eine sofortige Suchaktion mit Seerettung, Rega, Kantonspolizei St. Gallen und Glarus sowie weiteren Einsatzkräften – darunter auch Drohnen – blieb am Freitag ohne Erfolg. Die Suchmassnahmen dauern weiterhin an. Wie die Polizei jedoch mitteilt, gehe sie aufgrund der Ermittlungen davon aus, dass die beiden vermissten Männer während des Sturms von ihren Stand-up-Paddle-Boards ins Wasser fielen und in der Folge ertranken.

Polizei suchte mit Drohnen

Ein Leser, der am Donnerstag vor Ort war, sagt gegenüber Blick, dass ein SUP alleine auf dem See getrieben sei. Im Einsatz standen gemäss ihm die Polizei mit Helikopter, Drohnen und Tauchern.

Die Polizei und die Seerettung erinnern angesichts des Vorfalls an wichtige Sicherheitstipps für SUP-Fahrer: Wetter- und Windverhältnisse vor jeder Ausfahrt prüfen, bei aufziehendem Unwetter oder starkem Wind das Gewässer rechtzeitig verlassen, eine Rettungsweste oder Schwimmhilfe mit mindestens 50 N Auftrieb tragen.

Die SUP-Boards sollten gut sichtbar mit Kontaktdaten beschriftet und auf Seen eine geeignete Verbindungsleine gesetzt werden. Ausserdem sollten die eigenen Fähigkeiten und die Bedingungen realistisch eingeschätzt werden.

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