Darum gehts
- Ein belgischer A400M landete am Dienstag in Mollis GL zur Übung «Air Land Practice Switzerland»
- Die Schweizer Armee übt mit Belgien die taktische Verlegung von Personal, Fahrzeugen und Material
- Drohnen und ein Super-Puma kamen zum Einsatz, in Sursee gab es Verwirrung wegen Polizeiaktion
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Mollis GL staunten wohl nicht schlecht, als am Dienstagnachmittag plötzlich ein riesiges Frachtflugzeug auf ihrem Militärflugplatz landete. «Ich war mit dem Auto auf dem Weg von Zürich nach Chur. In der Nähe der Raststätte Glarnerland sah ich plötzlich einen riesigen Flieger mit vier Propellermotoren im Tiefflug über mir», schilderte ein Blick-Leser. «Im ersten Moment bin ich leicht erschrocken. Wegen des lauten Brummens dachte ich zuerst, mein Auto hätte ein Problem.»
«Die Landung und der Abflug in Mollis waren imposant», erzählte eine weitere Augenzeugin, die nach der Landung auch den Start des Frachtflugzeugs beobachten konnte. «So eine grosse Maschine sieht man vermutlich nicht mehr.» Im ersten Moment habe sie sich aber nicht über den Anblick des Flugzeugs gefreut. «Für mich war es beängstigend. Ich dachte erst, die Maschine stürzt ab.»
Auch Drohnen und Super-Puma im Einsatz
Die Maschine vom Typ A400M ist Teil der belgischen Luftwaffe und im Rahmen der Militärübung «Air Land Practice Switzerland» in der Schweiz. Das bestätigt die Schweizer Armee auf Anfrage von Blick. Zusammen mit der belgischen Luftwaffe üben die Armeeangehörigen die taktische Verlegung von Personal, Fahrzeugen und Material mit einem solchen Frachtflugzeug.
Ziel der Übung sei es, die Fähigkeit zur internationalen Kooperation der Schweizer Armee zu festigen, um damit die Verteidigungsfähigkeit zu stärken, heisst es auf Anfrage weiter. Um ein möglichst realistisches Trainingsszenario zu schaffen, kamen bei der Übung auch Drohnen und ein Super-Puma-Helikopter zum Einsatz.
Letzterer sorgte am Dienstagmorgen für Verwirrung bei der Bevölkerung der Region Sursee LU. Da gleichzeitig ein grösserer Polizeieinsatz lief, glaubten einige Bewohnerinnen und Bewohner fälschlicherweise, dass der Super-Puma damit im Zusammenhang stand. Sowohl die Schweizer Armee als auch die Luzerner Polizei verneinten dies jedoch.