Der SVPler legte 14 Brände
Solothurner Serienbrandstifter ist frei

Im Internet beschwerte sich Jan G. (24) über Sachbeschädigungen, während er Häuser und Autos anzündete. Jetzt wurde der Schweizer aus der U-Haft entlassen.
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Feuerteufel Jan G. war Mitglied der Solothurner Feuerwehr.
Foto: Zvg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jan G. (24) wurde nach zwei Monaten er aus der U-Haft entlassen
  • Der Solothurner gab zu, mindestens 14 Brände gelegt zu haben
  • Der junge Schweizer war bei der SVP aktiv und marschierte mit Rechtsextremen
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Fabian EberhardStv. Chefredaktor SonntagsBlick

Zwei Monate sass Jan G.* (24) in Untersuchungshaft – nun ist der Feuerteufel wieder in Freiheit. Er wurde Anfang Woche entlassen, nachdem er zugegeben hatte, hinter mindestens 14 Bränden in Langendorf, Solothurn und Bellach zu stecken.

Eine Sprecherin der Solothurner Staatsanwaltschaft sagt zu Blick: «Wir können bestätigen, dass der Mann unter Anordnung von Ersatzmassnahmen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde.» Zur Art und Dauer der Massnahmen äussert sich die Staatsanwaltschaft nicht. Wahrscheinlich ist, dass sich der junge Schweizer regelmässig auf einem Polizeiposten melden muss und seine Ausweise eingezogen bleiben.

Jan G. legte Geständnis ab

Vor wenigen Tagen gestand er, für die Brandserie in der Region verantwortlich zu sein. Zwischen 2024 und 2026 zündete er Industriegebäude an, leer stehende Wohnungen und Autos. Paradox: Zur gleichen Zeit setzte er sich online für ein sicheres Solothurn ein. Auf Facebook prangerte er die Kriminalität in seiner Stadt an, empörte sich über Sachbeschädigungen und Gewalt.

G. engagierte sich bei der Jungen SVP. Er nahm an Versammlungen teil und trat in Werbevideos der Partei auf. Auch ganz am rechten Rand war er aktiv. Fotos zeigen ihn an Wanderungen und Demonstrationen der rechtsextremen Gruppierung Junge Tat.

Wie andere Brandstifter vor ihm war der Solothurner zudem bei der Feuerwehr. In einem Rundschreiben informierte der Solothurner Feuerwehr-Kommandant intern über den Brandstifter aus den eigenen Reihen: «Mit grosser Betroffenheit muss ich euch leider mitteilen, dass es sich bei der festgenommenen Person um ein Mitglied unserer Feuerwehr handelt.» Wann Jan G. der Prozess gemacht wird, ist noch unklar. Für ihn gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Neuer Feuerteufel unterwegs?

Noch während der 24-Jährige in U-Haft sass, begann im Kanton erneut eine Brandserie. Ist schon wieder ein Feuerteufel unterwegs?

Mitte März brannte es auf einem Bauernhof in Zuchwil SO. Das Gebäude, das auch als Wohnhaus genutzt wurde, brannte fast vollständig nieder. Ein Feuerwehrmann musste zur ärztlichen Kontrolle ins Spital gebracht werden, verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.

Bereits im Dezember brannten nur wenige Hundert Meter entfernt eine Landwirtschaftshalle und zwei Autos. Auch in diesem Fall ist laut Polizei von Brandstiftung auszugehen. Ob zwischen diesen Taten ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar. Sicher ist: Jan G. war es nicht – er sass zu jener Zeit in U-Haft.

* Name bekannt 

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