Dieser Mann hat das Kontrollschild «SO 1» ersteigert
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Blick besucht seine Auto-Halle:Ersteigerer von SO 1 lässt Ferrari-Motor aufheulen

Blick in den geheimen Auto-Hallen des Ersteigerers von «SO 1»
«Christina Aguilera war auch schon unsere Kundin»

Wer zahlt 390'000 Fr. für ein Kennzeichen mit der Nummer 1 drauf? Benedikt Lüchinger (41) mit seiner Firma «Edel & Stark» aus dem Kanton Solothurn. Er vermietet Luxusautos und hatte auch schon Christina Aguilera als Kundin. Blick hat ihn und seinen Fuhrpark besucht.
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Benedikt Lüchinger (41) ist CEO von «Edel & Stark» und hat das Kennzeichen SO 1 für 390'000 Franken ersteigert.
Foto: Ralph Donghi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lüchinger ersteigert Kontrollschild SO 1 für Rekordsumme von 390'000 Franken
  • Die Nummer dient seiner Firma «Edel & Stark» als Marketing-Investition
  • Firma vermietet bis zu 100 Luxusautos im Sommer ab 1400 Farnken/Tag
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Ralph DonghiReporter News

Bevor diese Geschichte in Angriff genommen werden konnte, gab es einen Wunsch des Ersteigerers: Aus Sicherheitsgründen darf nicht geschrieben werden, in welchen Einstellhallen seine teuren Luxusautos wie Ferrari oder Porsche stehen. Gewünscht, versprochen.

Und schon trifft Blick den Mann, der am Mittwoch das legendäre Kontrollschild SO 1 ersteigert hat. Für die je in der Schweiz für ein Kennzeichen bezahlte Rekordsumme von 390'000 Franken: Benedikt Lüchinger. Er ist 41 Jahre alt, gelernter Kellner und hat im 2011 die «Edel & Stark AG» in Olten SO gegründet. Eine Firma, die Luxusautos vermietet und Mitglied im Autovermieter-Verband Schweiz ist. Mittlerweile ist die Firma in ganz Europa und in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig. Bald soll auch ein Sitz in Miami (USA) dazukommen.

Gegen 100 Autos im Sommer

Wer gedacht hat, CEO Lüchinger habe das Kennzeichen für sich selbst ersteigert, der hat sich getäuscht. Er sagt: «Wir hatten bereits im Dezember mit dem Verwaltungsrat beschlossen, dass wir auf das Schild bieten wollen.» Lüchinger gibt zu: «Es ist eine Investition in die Firma und vor allem für Werbe- und Marketingzwecke.»

Es ist nicht das erste Mal, dass «Edel & Stark» spezielle Kennzeichen kauft oder ersteigert. In den Fuhrparks von Lüchinger kleben noch andere tiefe Nummern an den Luxusautos, die er Blick zeigt. Im Winter hat er etwa 50, im Sommer gegen 100 Luxusschlitten im Angebot. Für einen Ferrari etwa ist man ab 1400 Franken Miete im Tag dabei. Natürlich muss man auch ein Depot bezahlen – mindestens 5000 Franken. Und: Man durchläuft eine Sicherheitsprüfung.

Mindestens 25 Jahre alt

Speziell: Edel & Stark vermietet keine Autos an Menschen, die unter 25 Jahre alt sind. Die Firma hebt sich damit stark von kleineren Unternehmen ab, die Sportwagen auch schon ab 18 Jahren vermieten. «Solche Vermieter helfen der Branche sicher nicht», sagt Lüchinger. Sein Wunsch wäre, dass Leasingbanken und Versicherungen dort «besser hinschauen» würden. Aber er möchte auch festhalten: «Schlussendlich ist die Person hinter dem Steuer verantwortlich.»

Seine Luxusautos sind teils gekauft, geleast oder von Partnern oder Händlern ausgeliehen, mit denen er zusammenarbeitet. Das Geld dafür stamme aus dem operativen Geschäft. Denn: «Wir sind seit Jahren in dieser Branche tätig und inzwischen eine relativ grosse Autovermietungsfirma», so Lüchinger. Er sei auch kein Millionär, «ganz und gar nicht». Er und viele seiner Angestellten kämen aus der Dienstleistungsbranche, und man wolle den Kundinnen und Kunden «einfach einen tollen Top-Service» anbieten.

US-Sängerin als Kundin

Natürlich werde dieser Service auch von prominenten Personen wahrgenommen. Lüchinger will keine Namen nennen – Berufsgeheimnis! Doch einen verrät er Blick, weil der Auftrag schon Jahre zurückliegt. «Christina Aguilera war auch schon unsere Kundin», sagt er. Sie habe einen Land Rover Defender gemietet, um in der Schweiz in die Berge fahren zu können. Es sei am Ende ihr Bodyguard gewesen, der die bekannte US-Sängerin herumgefahren habe. Ein Foto hat Lüchinger nicht mit ihr gemacht. «Es blieb ganz beruflich bei einem Handschlag.»

Lüchinger selbst fuhr bis vor kurzem einen Mercedes C-Klasse, jetzt fährt er einen Ranger Rover aus einer Vermietung. Die eigenen Luxusautos fährt er nicht. «Das wäre, wie wenn der Wirt vom eigenen Zapfhahnen trinken würde. Es wäre der Untergang.»

Ein Totalschaden in 15 Jahren

Schäden hat er an seinen Luxusautos auch schon gehabt – aber lediglich Kratzer an Rückspiegeln oder an Felgen. «Wir hatten in den 15 Jahren einen einzigen Totalschaden. Das ist sehr wenig.» Einbrüche in seinen Hallen habe er noch keine gehabt.

Bald wird dort auch das Kennzeichen SO 1 an einem Fahrzeug kleben. Nur: Er hat das Schild noch nicht bekommen. «Wir haben ja noch nicht mal die Rechnung erhalten», grinst er. Wenn sie komme, habe er ganz normal 30 Tage lang Zeit, sie zu bezahlen. «Dann habe ich nochmals ein Jahr Zeit, das Fahrzeug dazu einzulösen.» Welches das sein wird, weiss Benedikt Lüchinger nicht – noch nicht.

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